Coronavirus

Aus- und Weiterbildung (FAQs)


Die Auswirkungen der Corona-Krise betreffen immer mehr Ausbildungsbetriebe, Auszubildende und Prüfungsteilnehmer. Hier erhalten Sie die häufigsten Fragen und Antworten zur Durchführung der IHK-Prüfungen sowie zu den Auswirkungen in der Aus- und Fortbildung.


Ausführliche Informationen für Unternehmen finden Sie hier.
Wichtiger Hinweis: 
Bitte lesen Sie zunächst die folgenden FAQ!

- Hotline kaufmännische Ausbildung: 0251 707-115
- Hotline industriell-technische Ausbildung: 0251 707-170
- Hotline Fortbildungsprüfungen: 0251 707-180

Aktuelles

18.05.2020 | 07:34 Uhr
Das Azubi-Speed-Dating der IHK Nord Westfalen für die Emscher-Lippe-Region findet trotz Coronakrise statt – allerdings im Internet. Mit Hilfe eines Online-Terminkalenders können sich Jugendliche ab sofort ein Bewerbungsgespräch bei buchen. Weitere Informationen erhalten sie hier.
13.05.2020 | 14:40 Uhr
Die für die IHK-Prüfungen geltenden Hygiene- und Verhaltenshinweise finden Sie hier.
27.04.2020 | 09:03 Uhr
Um Schulen die Beschaffung von Masken und Desinfektionsmitteln zu erleichtern, erarbeiten die Bezirksregierung Münster und die IHK derzeit in enger Absprache mit dem NRW-Ministerium für Schule und Bildung eine Online-Datenbank (Protect[X]). Weitere Informationen erhalten sie hier.
18.04.2020 | 21:17 Uhr
Die Berufsschulen in NRW öffnen am 23. April ausschließlich für Auszubildende, die im Juni vor der Abschlussprüfung stehen. Der Schulbesuch ist verpflichtend - sofern er angeboten wird und keine Vorerkrankung besteht (siehe Schulmail vom 18.04.). Voraussichtlich ab dem 4. Mai sollen alle Berufsschulen in NRW schrittweise wieder öffnen. Weitere Informationen erhalten sie hier.

15.04.2020 | 12:17 Uhr
Die Räume im IHK-Bildungszentrum in Münster sind leer, die Kurse jedoch voll. Innerhalb von nur zehn Tagen hat die IHK Nord Westfalen ihr Weiterbildungsangebot digitalisiert. Rund 80 Lehrgänge mit über 1600 Teilnehmern laufen derzeit vollständig online. Tendenz steigend. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

14.04.2020 | 16:19 Uhr
Die IHK hat einen Sondernewsletter zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Ausbildung verschickt. Eine kostenlose Anmeldung ist hier möglich.

09.04.2020 | 10:52 Uhr
Viele Ausbildungsbetriebe können ihre Auszubildenden derzeit aufgrund fehlender Arbeit oder gar vorübergehender Betriebsschließung nicht mehr praxisgerecht ausbilden. Diesen Betrieben bietet die IHK Nord Westfalen mit dem Projekt #AzubiSharing Unterstützung an. Die einfache Idee hinter dem Projekt: Ausbildungsbetriebe geben ihren Auszubildenden vorübergehend an einen anderen Ausbildungsbetrieb ab. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

01.04.2020 | 11:40 Uhr
Aufgrund der Weisung vom Schulministerium NRW bis zum Ende des Schuljahres keine außerschulischen Veranstaltungen stattfinden zu lassen kann das IHK-Azubi-Speed-Dating 2020 nicht in der bisherigen Form durchgeführt werden. Die IHK bereitet zu den geplanten Terminen mit der Situation vereinbare und individualisierte Lösungen vor, wie Bewerber/-innen und Unternehmen dennoch zueinander finden können. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

27.03.2020 | 10:00 Uhr
Die IHKs verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Abschlussprüfungen. Am 16. und 17. Juni 2020 finden dabei die industriell-technischen und am 18. und 19. Juni die kaufmännischen schriftlichen Abschlussprüfungen statt. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Fortbildungsprüfungen statt. Diese werden zwischen Juni und August nachgeholt. Weitere Informationen erhalten Sie in der Pressemeldung sowie hier.

26.03.2020 | 07:02 Uhr
Die IHK Nord Westfalen hat einen Sondernewsletter zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Aus- und Weiterbildung verschickt. Eine kostenlose Anmeldung ist hier möglich.

23.03.2020 | 09:24 Uhr
Vielen Umschülerinnen und Umschülern steht nach Teilnahme an einer Zwischenprüfung eine Weiterbildungsprämie in Höhe von 1000 Euro zu. Mit der Regionaldirektion der Arbeitsagenturen wurde für Nordrhein-Westfalen vereinbart, dass eine Bescheinigung der IHK ausreichend ist, um die Prämie zu erhalten. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
20.03.2020 | 11:16 Uhr
Mit einer neuen progressiven Web-App unterstützt die IHK Nord Westfalen Auszubildende in der Corona-Krise. Über die App können sie nicht nur jederzeit per Smartphone auf Informationen zur Ausbildung zugreifen. Sie haben darüber auch einen unkomplizierten Zugang zum elektronischen Ausbildungsnachweis. Aufgrund der Corona-Krise haben wir uns entschieden, die App früher als vorgesehen freizuschalten. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
17.03.2020 | 08:04 Uhr 
Die ausgefallenen Zwischenprüfungen entfallen ersatzlos. Die Zwischenprüfung im Frühjahr 2020 gilt somit als abgelegt und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung als erfüllt. Die Abschlussprüfungen Teil 1 werden nachgeholt, sobald es die Situation zulässt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

IHK-Mitarbeiter erklären

Kurzarbeit oder Home Office für Auszubildende, Ausbildungsnachweis über die IHK-APP pflegen und verschobene Prüfungstermine: IHK-Teamleiter Stefan Brüggemann beantwortet in diesem Video häufig gestellte Fragen zum Thema Ausbildung in Zeiten der Coronakrise. 
IHK-Service für Unternehmen
Das Coronavirus betrifft immer mehr Unternehmen: Wie gehen Betriebe mit der Pandemie im Unternehmen um? Was tun, wenn Arbeit ausfällt? Wie funktioniert Kurzarbeit? Gibt es Förderung in Notlagen? Wie sieht es im Reiserecht und Vertragsrecht aus? Hier bekommen Sie Antworten.

Informationen zu den Prüfungen

Informationen zur Durchführung der Abschlussprüfungen, Fortbildungs- und AEVO-Prüfungen sowie Sach- und Fachkundeprüfungen erhalten Sie hier.
Zwischenprüfung Frühjahr 2020
Die ausgefallenen Zwischenprüfungen im Frühjahr 2020 entfallen ersatzlos. Die Zwischenprüfung gilt somit als abgelegt bzw. teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung als erfüllt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Verschiebung der Aus- und Fortbildungsprüfungen

Die für April und Mai geplanten schriftlichen Abschlussprüfungen sindd bundesweit verschoben. Am 16. und 17. Juni 2020 finden die industriell-technischen und am 18. und 19. Juni die kaufmännischen Abschlussprüfungen statt.
Prüfungsteilnehmer, die zur Abschlussprüfung Teil 1 im Frühjahr 2020 angemeldet waren, können ihre Prüfung im Herbst 2020 nachholen.  
Für alle Prüfungen gilt: Wir hoffen, dass sich die Risikoeinschätzung bis zu den jetzt geplanten Zeitpunkten soweit verbessert hat, dass wir im Einklang mit den für die Pandemie-Bekämpfung zuständigen Behörden die Prüfungen gefahrlos für alle Teilnehmenden durchführen können. So ärgerlich diese Situation für Sie im Einzelnen auch sein mag: Der Schutz und die Gesundheit aller beteiligten Personen hat oberste Priorität. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden alles daran setzen, um negative Konsequenzen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglichst klein zu halten.

Die IHK hat die zu prüfenden Personen, Ausbildungsbetriebe sowie die Prüferinnen und Prüfer über die Verschiebung der Prüfungen per E-Mail sowie über das Online-Portal informiert.

Ausbildungsprüfungen


Abschlussprüfung | Abschlussprüfung Teil 2
  • 16. und 17. Juni 2020 (industriell-technisch)
  • 18. bis zum 19. Juni 2020 (kaufmännisch)
Wichtig: Die mündlichen beziehungsweise praktischen Prüfungen können teilweise bereits vor der schriftlichen Abschlussprüfung, in den Sommerferien und in Einzelfällen auch erst nach dem Ausbildungsende stattfinden.

Der Durchführungszeitraum für die praktische Prüfung in den industriell-technischen Berufen beginnt am 4. Mai 2020. Hier kann aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Gruppengrößen eine andere individuelle Risikobewertung bezüglich des Coronavirus getroffen werden, als bei schriftlichen Prüfungen.
Sondertermine, etwa für Bauzeichner und Technischen Systemplaner, werden noch festgelegt. Die IHK wird zeitnah darüber informieren.
Hinweis: Wer am Nachholtermin nicht teilnimmt, kann den übernächsten Prüfungstermin (Winter 2020) wahrnehmen. Für die praktischen oder mündlichen Prüfungen muss im Einzelfall geprüft werden, ob ein Alternativtermin angeboten werden kann.
Abschlussprüfung Teil 1
Alle Prüfungsteilnehmer/-innen, die im Frühjahr 2020 zur Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, können ihre Prüfung im Herbst 2020 nachholen:
Industriell-technische Ausbildungsberufe
  • 15. September 2020 (Mechatroniker/-in)
  • 22. September 2020 (Metalltechnische Berufe, Technische Produktdesigner/-in)
  • 23. September 2020 (Elektrotechnische Berufe, Technische Systemplaner/-in) 
  • 24. September 2020 (alle anderen Berufe)
Kaufmann/-frau für Büromanagement
  • 28. oder 29. September 2020
Achtung: Ausschließlich Prüfungsteilnehmer/-innen, die im Frühjahr 2020 (Abschlussprüfung Teil 1) und im Sommer 2020 (Abschlussprüfung Teil 2) zur Prüfung angemeldet sind, müssen den Teil 1 der Abschlussprüfung am 15. Juni 2020 ablegen. Den Termin für die schriftliche Abschlussprüfung Teil 2 finden sie hier.
Alle Prüfungsteilnehmer/-innen, die im Sommer 2020 zur Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, können ihre Prüfung an folgendem Termin nachholen:
  • 16. Juni 2020 (naturwissenschaftliche Ausbildungsberufe)
  • 18. Juni 2020 (Automobilkaufleute, Kaufleute im Einzelhandel, Kaufleute im E-Commerce)

Fortbildungsprüfungen

Bis einschließlich Mai finden keine schriftlichen IHK-Fortbildungsprüfungen statt. Ab dem 22. Juni 2020 starten die Nachholtermine für die nicht erfolgten März-Prüfungen sowie die verschobenen Fortbildungsprüfungen, die für April und Mai vorgesehen waren. Bis Ende August 2020 werden die ausgefallenen bzw. verschobenen Prüfungen nachgeholt sein.
Prüfungstermine: Die neuen Prüfungstermine finden Sie hier.
Sofern Sie die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt ablegen wollen, denken Sie bitte daran, sich unter www.ihk-nordwestfalen.de/pruefungsanmeldung zum gewünschten Prüfungstermin anzumelden.

Welche Vorsichts- und Hygienemaßnahmen trifft die IHK?

Für die Prüfungen werden besondere Vorkehrungen getroffen, um die Gesundheit der Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer, der Aufsichten sowie der Prüferinnen und Prüfer zu schützen.

Informationen zu den Hygienemaßnahmen erhalten Sie hier.

Was tue ich, wenn ich zur Prüfung am Coronavirus erkrankt bin?

Wenn Sie zum Prüfungstermin am Coronavirus erkrankt sind, dürfen Sie nicht an der Prüfung teilnehmen. Dies stellt in der Regel einen Rücktritt mit wichtigem Grund dar. Wichtig ist, dass Sie unverzüglich der IHK die Nichtteilnahme mitteilen müssen (per E-Mail) und den wichtigen Grund (Erkrankung) durch Vorlage eines ärztlichen Attestes nachweisen müssen.
Das Gleiche gilt, wenn Sie wegen des Verdachts einer Erkrankung am Coronavirus unter Quarantäne gestellt werden. In diesem Fall dürfen Sie nicht an der Prüfung teilnehmen, wenn die Prüfung in den Zeitraum der Quarantäne fällt. Auch das ist ein Rücktritt mit wichtigem Grund, den Sie bitte unverzüglich unter Beifügung geeigneter Nachweise (zum Beispiel Bescheinigung vom Gesundheitsamt) der IHK Nord Westfalen mitteilen (per E-Mail). In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.
Sollten Sie an der Prüfung aus wichtigem Grund nicht teilnehmen, können Sie zum nächstmöglichen Termin (in der Regel sechs Monate später) an der Prüfung teilnehmen.

Was passiert mit den Prüfungsgebühren?

Abschlussprüfungen
Für die Abschlussprüfungen bleiben die Gebührenbescheide bestehen und gelten automatisch für die Nachholtermine.
Fortbildungsprüfungen
Für die bundeseinheitlichen Fortbildungsprüfungen, die bis Ende Mai 2020 stattfinden sollten, bleiben die Gebührenbescheide bestehen und gelten somit automatisch für den Nachholtermin.
Hinweis der IHK: Sollten Sie an dem Nachholtermin nicht teilnehmen können, wird Ihnen die Prüfungsgebühr erstattet bzw. keine Stornogebühr erhoben. Der Rücktritt muss spätestens zwei Monate vor dem schriftlichen Prüfungstermin über das Online-Portal erfolgen.

Muss ich mich erneut zur Prüfung anmelden?

Aus- und Fortbildungsprüfungen
Für die abgesagten Aus- und Fortbildungsprüfungen, die bis zum 28. Mai 2020 stattfinden sollten, müssen Sie sich nicht erneut anmelden. Die zu prüfenden Personen werden automatisch für den Nachholtermin vorgesehen.
Ausbildereignungsprüfungen
Für die Ausbildereignungsprüfungen, die abgesagt wurden, müssen Sie sich über das Online-Portal erneut zur Prüfung anmelden. Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der zu erwartenden hohen Teilnehmerzahlen zu längeren Wartezeiten kommen kann. Zusätzliche Prüfungstermine werden - soweit dies möglich ist – angeboten.

Zu prüfende Personen, die bisher nur die schriftliche Prüfung abgelegt haben, werden wir über einen Ersatztermin für die praktische Prüfung und den weiteren Ablauf per E-Mail informieren.
Sachkundeprüfungen
Für die abgesagten Sachkundeprüfungen müssen Sie sich zu einem neuen Prüfungstermin anmelden.
Informationen zu den Sachkundeprüfungen im Verkehrsbereich erhalten Sie hier.

Werden die Abgabefristen verlängert?


Ausbildungsprüfungen
In den Ausbildungsprüfungen müssen für verschiedene Ausbildungsberufe Projektarbeiten, Reports, betriebliche Aufträge oder ähnliche Unterlagen eingereicht werden. Auch wenn die Prüfungen nicht wie geplant stattfinden, müssen die für das Einreichen der Projektarbeiten festgelegten Fristen eingehalten werden.
Meine Projektarbeit ist betrieblich nicht durchführbar: Was kann ich tun?
Ist das Projekt auch weitestgehend theoretisch durchzuführen, so kann in dieser Ausnahmesituation auf eine tatsächliche Realisierung des Projektes verzichtet werden. Die Abweichung vom Antrag muss in der Dokumentation beschrieben werden und vorab durch eine entsprechende Bestätigung des Betriebs der IHK nachgewiesen werden.
Hinweis: Sollte das im Einzelfall nicht möglich sein, müssen die betroffenen Prüfungsteilnehmer/-inenn sich an Ihre/-n verantwortliche/-n IHK-Ansprechpartner/-in wenden, die gemeinsam mit dem Prüfungsausschuss über das weitere Prüfungsverfahren entscheiden.
Fortbildungsprüfungen
Bei Fortbildungsprüfungen, die bis zum Termin der schriftlichen Prüfung einen Themenvorschlag (zum Beispiel Industriefachwirte) im Online-Portal hochladen müssen, ist der Termin auf den Nachholtermin verlängert worden.
Da die mündliche Prüfung in einigen Fortbildungsprüfungen erst nach dem Ablegen (Teilnahme) oder dem Bestehen der schriftlichen Prüfung erfolgen kann – und die schriftlichen Prüfungen noch nicht abgelegt sind – werden sich voraussichtlich auch die Termine der mündlichen Prüfungen verändern.
Bei Fortbildungsprüfungen, in denen Projektarbeiten eingereicht werden (Betriebswirt, Technischer Betriebswirt, IT-Prüfungen, etc.), müssen die für das Einreichen der Projektarbeiten festgelegten Fristen eingehalten werden.

Verlängert sich die Ausbildungszeit, wenn die Prüfung verschoben wird?

Nein, die Ausbildungszeit verlängert sich nicht automatisch. Das Berufsausbildungsverhältnis endet nach § 21 Absatz 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) mit Erreichen des vertraglich vereinbarten Ausbildungsendes, auch wenn die Abschlussprüfung noch nicht abgelegt ist.
Beispiel: Findet die mündliche Prüfung nach dem Ausbildungsende am 15.08.2020 statt, endet die Ausbildung mit dem Ablauf des Ausbildungsvertrages am 31.07.2020.
Eine Verlängerung der Ausbildung über die nach dem Ausbildungsvertrag vorgesehene Ausbildungsdauer hinaus durch vertragliche Vereinbarung sieht das Berufsbildungsgesetz nicht vor.

Die IHK kann nach § 8 Absatz 2 BBiG auf Antrag Auszubildender die Ausbildungsdauer verlängern, wenn die Verlängerung erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Diese kann bei einer längeren Corona-bedingten Ausfallzeit der Berufsausbildung im Betrieb oder in der Berufsschule durchaus der Fall sein.

Erforderlich ist dies, wenn der Auszubildende für die Prüfung ...
  • eine betriebliche Projektarbeit durchführen muss, die aufgrund der aktuellen Situation noch nicht durchgeführt werden konnte
  • der Betrieb im erheblichen Maß Materialien (zum Beispiel Schaltschrank) für die praktische Prüfung zur Verfügung stellen muss
  • die praktische Prüfung im Ausbildungsbetrieb durchgeführt werden muss.
In diesen Fällen wird die IHK grundsätzlich dem Antrag auf Verlängerung der Ausbildungszeit stattgeben. Der Antrag auf Verlängerung kann im Online-Portal gestellt werden.

Ändern sich die Prüfungsinhalte?

Die Inhalte der Abschlussprüfungen ergeben sich aus den Ausbildungsordnungen. Versäumte Inhalte müssen - wie bei normalem krankheitsbedingtem Fehlen - selbstständig nachgeholt werden. Hierzu haben die meisten Berufsschulen ihren Schülerinnen und Schülern Lerninhalte online zur Verfügung gestellt.

Sofern die Berufsschule die fehlenden Lerninhalte nicht zur Verfügung stellt, ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, die fehlenden theoretischen Lerninhalte selbst zu vermitteln oder mit Hilfe von Dritten vermitteln zu lassen.
Auszubildende sollten die Zeit ohne Berufsschule keinesfalls ungenutzt verstreichen lassen und sich weiterhin gewissenhaft auf die anstehenden Prüfungen vorbereiten. Zur Vorbereitung auf die Prüfungen bieten sich Aufgaben vergangener Prüfungen an:

Kaufmännische Ausbildungsberufe
Die Aufgabensätze der schriftlichen Zwischen- und Abschlussprüfungen aller kaufmännischen und IT-Berufe können über den U-Form Verlag bezogen werden.
Industriell-technische Ausbildungsberufe
Die Aufgabensätze der schriftlichen Zwischen- und Abschlussprüfungen aller industriell-technischen Berufe können über die Christiani GmbH & Co. KG bezogen werden.
Prüfungsvorbereitung
Locker angehen oder sich selbst ein bisschen Druck machen? Welche Lerntipps könnt ihr beachten? Und wie ist die Vorbereitung am Tag und im Prüfungsraum selbst? In diesem Video helfen wir euch und geben euch Tipps, wie ihr euch auf die Prüfung vorbereiten könnt.

Wie wirken sich Fehlzeiten auf die Zulassung zur Prüfung aus?

Bei der „freien“ Zeit handelt es sich um Fehlzeiten, die für die Zulassung zur Abschlussprüfung grundsätzlich relevant (§ 43 Absatz 1 BBiG) sind. Unerheblich für die Bewertung der Fehlzeit ist, ob, wie im vorliegenden Fall, der Auszubildende die Fehlzeit zu vertreten hat. Im Rahmen der Zulassung zur Abschlussprüfung erfolgt eine Bewertung der IHK, ob die Höhe der Fehlzeiten noch vertretbar ist. Sowohl Fehlzeiten im Betrieb als auch in der Berufsschule sind zu berücksichtigen.

Fehlzeiten können noch als geringfügig eingeschätzt werden, wenn sie den Ausbildungserfolg nicht gefährden, weil der Auszubildende trotz der vielen Fehltage den für die Erreichung des Ausbildungsziels erforderlichen Leistungsstand hat. Generell gilt, dass bei der Beurteilung der Fehlzeiten immer auf die Umstände des Einzelfalls abzustellen ist. Unterbrechungen von mehreren Wochen führen also nicht automatisch zu einer Verlängerung der Ausbildungszeit.

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Informationen zur Ausbildung

Muss der Auszubildende in den Ausbildungsbetrieb, da die Berufsschule geschlossen hat?

Wird der Unterricht nicht anderweitig (zum Beispiel durch Lernplattform, Cloud, E-Mails, elektronische Hausaufgaben, Telefon-Hotlines mit den Lehrern etc.) aufrechterhalten, muss der Auszubildende im Ausbildungsbetrieb erscheinen, sofern er nicht unter Quarantäne gestellt ist oder der Ausbildungsbetrieb dem Auszubildenden vorgibt, den Betrieb nicht zu betreten.

Der Betrieb sollte die ausgefallene Berufsschulzeit dazu nutzen, seinen Auszubildenden Gelegenheit zu geben, sich mit Hilfe von Lehrbüchern, Arbeitsblättern, Lernplattformen, Cloud-Lösungen oder anderen Medien den anstehenden Lernstoff anzueignen bzw. sich auf die schriftlichen Prüfungen vorzubereiten.
Wenn die Berufsschule Lernformate anbietet, die auch ohne Anwesenheit in der Schule möglich sind, muss der Betrieb dem Auszubildenden die Zeit einräumen, sich mit Hilfe dieser Formate den Lerninhalt anzueignen. Dies beugt auch einer durch die Versäumung der Unterrichtsinhalte eventuell erforderlichen Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses vor.
Der zeitliche Umfang hierfür ist so zu bemessen, dass er dem Freistellungszeitraum für die Teilnahme am Berufsschulunterricht nach § 15 Absatz 1 Nr. 1 BBiG entspricht. Von der Zeit, die der Ausbilder den Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb zum Lernen einräumt,  kann allerdings die Wegzeit vom Betrieb zur Berufsschule und zurück abgezogen werden. Auch Lehrzeiten an der Berufsschule, die über die erforderliche berufliche Handlungsfähigkeit hinaus erteilt werden, wie beispielsweise Sport, Religion, etc., können abgezogen werden.
Aktueller Hinweis: Die Berufsschulen in NRW öffnen am 23. April ausschließlich für Auszubildende, die im Juni vor der Abschlussprüfung stehen. Der Schulbesuch ist verpflichtend - sofern er angeboten wird und keine Vorerkrankung beim Auszubildenden besteht (siehe Schulmail vom 18.04.). Voraussichtlich ab dem 4. Mai sollen alle Berufsschulen in NRW schrittweise wieder öffnen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Darf ein Auszubildender von der Ausbildung fernbleiben?

Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Auszubildenden von der Arbeit freizustellen oder Teile der Ausbildung (zum Beispiel das Führen des Ausbildungsnachweises oder die Bearbeitung von Aufgaben für die Berufsschule) zu Hause zu erlauben.
© BZgA

Ist “Homeoffice” für Auszubildende möglich?

Grundsätzlich sollten Auszubildende nicht im Homeoffice bzw. mobil arbeiten. Aus § 14 Absatz 1 Nummer 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG) ergibt sich, dass der Ausbildende den Auszubildenden selbst auszubilden hat oder einen Ausbilder oder eine Ausbilderin ausdrücklich damit zu beauftragen hat. Diese Person muss überwiegend in der Ausbildungsstätte anwesend sein, damit er den Auszubildenden ordnungsgemäß anleiten und seine Arbeitsergebnisse kontrollieren kann. Dies ist in der Regel jedoch dann nicht möglich, wenn der Auszubildende im Homeoffice arbeitet.

Aufgrund der derzeitigen Umstände ist es jedoch vertretbar, ausnahmsweise Homeoffice auch für Auszubildende zuzulassen,  wenn Sie dies betrieblich ermöglichen können. Homeoffice oder mobiles Arbeiten ohne Anwesenheit einer Ausbilderin oder eines Ausbilders ist aber grundsätzlich keine Dauerlösung. Das mobile Arbeiten sollte auch nur für das Vertiefen von bereits erworbenen Ausbildungsinhalten angewendet werden und muss durch Ausbilder/-innen oder Ausbildungsbeauftragte kontrolliert werden. Der Ausbildungsnachweis muss weiterhin geführt werden.
Tipp der IHK: Halten Sie Kontakt mit den Auszubildenden und kommunizieren miteinander, etwa darüber, wie sich die Arbeitsfortschritte gestalten. Dies kann beispielsweise funktionieren, wenn der Ausbilder die Arbeitsfortschritte per E-Mail, Chatfunktion oder per Videotelefonie begleiten kann und als Ansprechpartner/-in zur Verfügung steht.

Eine enge Begleitung meint aber nicht Kontrolle: Sehen Sie Ihre Rolle als Lernprozessbegleiter/-in und bieten Sie bei Schwierigkeiten Ihre Unterstützung an. 

Kann der Auszubildende in den Urlaub geschickt werden?

Auszubildende können nicht pauschal in “Zwangsurlaub” geschickt werden. Urlaub muss der Auszubildende beantragen und er kann in der Regel nicht gegen dessen Willen einfach angeordnet werden. Ähnliches gilt für den Abbau von Überstunden. Der Auszubildende selbst oder auch der Betriebsrat können eine Vereinbarung mit der Unternehmensleitung treffen. Hier zählt der Einzelfall.

Betriebsurlaub kann vom Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechts grundsätzlich angeordnet werden. Allerdings nicht nur für Auszubildende. Es muss sich dann um eine generelle Regelung für den gesamten Ausbildungsbetrieb oder zumindest für organisatorisch klar abgegrenzte Betriebsteile handeln, auf die sich die betriebliche Sondersituation auswirkt.
Tipp der IHK: Sprechen Sie mit Ihrem Auszubildenden über die Situation und versuchen eine für beide Seiten passende Lösung zu finden. 

Sie können die regelmäßige Arbeitszeit auch um bis zu 50 Prozent reduzieren. Die Ausbildungsvergütung kann entsprechend gekürzt werden (Teilzeitberufsausbildung nach § 7a BBiG). Die gekürzte Ausbildungszeit verlängert die Ausbildung entsprechend.

Kann der Auszubildende Minusstunden sammeln?

Nein, denn Minusstunden bei Auszubildenden können nur im Rahmen des JArbSchG bzw. des Arbeitszeitgesetzes wieder aufgeholt werden. Um aufzuholen, müssen aber Überstunden geleistet werden, welche dann wieder in Freizeit auszugleichen oder abzugelten sind. Außerdem müssten dann während der Überstunden auch wieder die Ausbilder oder Ausbildungsbeauftragten anwesend sein. Hinzu kommt noch, dass Auszubildende momentan auch nicht in die Berufsschule können, von dort aber mit Aufgaben versorgt werden. Insofern erbringen Ausbildende also auch zuhause Ausbildungszeit, wenn sie die Aufgaben der Berufsschule erledigen. Selbst wenn der Betrieb also stillgelegt ist, kommt der Azubi zumindest teilweise seiner Verpflichtung aus dem Ausbildungsvertrag nach.

Darf der Auszubildende freigestellt werden?

Eine Freistellung von der Ausbildung verstößt immer – ob bezahlt oder unbezahlt – gegen die Verpflichtung Ausbildender zur Vermittlung der beruflichen Handlungsfähigkeit (§ 14 Absatz 1 Nr. 1 BBiG). Sie ist deshalb nur in den gesetzlich ausdrücklich vorgesehenen Fällen möglich. Diese sind auf die Berufsschule bzw. die Teilnahme an Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte und die Teilnahme an Prüfungen beschränkt.
Eine schlechte Auftragslage oder gar ein behördliches Verbot, die Ausbildungsstätte weiter zu betreiben, gehören nicht zu diesen Fällen. Grund ist, dass Auszubildende nach dem Ausbildungsvertrag nicht ihre Arbeitskraft schulden, sondern ihre Bereitschaft, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erlernen.
Werden Auszubildende wegen Arbeitsmangels oder aufgrund behördlicher Verbote freigestellt, muss die Ausbildungsvergütung in voller Höhe weiter bezahlt werden. Außerdem entstehen dadurch Fehlzeiten in der Ausbildung, die bei längerer Dauer auch dazu führen können, dass Auszubildende nicht zur Abschlussprüfung zugelassen werden können.
Stellt die Ausbildungsstätte Auszubildende dennoch von der Ausbildung frei und entstehen diesen dadurch finanzielle Nachteile oder Lücken in der Ausbildung, welche zur Nichtzulassung zur Abschlussprüfung oder zum Nichtbestehen der Abschlussprüfung führen, sind Ausbildende im Einzelfall schadenersatzpflichtig.
Tipp der IHK: Versuchen Sie, Ausbildungsinhalte aus anderen Abteilungen vorzuziehen. Wenn das nicht geht, können Sie Ihrem Auszubildenden ein Projekt für die Erarbeitung zu Hause übergeben, das den Betrieb nach Wiedereröffnung voranbringt. Auch zusätzliche Lernzeit für die Berufsschule ist eine Möglichkeit, die Zeit jetzt sinnvoll zu nutzen.

Kann Kurzarbeit angeordnet werden?

Ausführliche Informationen zur Kurzarbeit und Insolvenz von Ausbildungsbetrieben hat die IHK in folgender FAQ-Übersicht zusammengestellt.
Tipp der IHK: Eine Alternative zu Kurzarbeit kann das Projekt #AzubiSharing sein, bei dem Ausbildungsbetriebe ihren Auszubildenden vorübergehend an einen anderen Ausbildungsbetrieb ausleihen.

Kurzarbeit für Auszubildende

Auszubildenden gegenüber kann in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden. Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten. Hierbei hat er beispielsweise folgende Möglichkeiten:
  • Umstellung des Ausbildungsplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte
  • Versetzung in eine andere Abteilung
  • Einsatz in einer anderen Abteilungen/Unternehmensbereichen
  • Rückversetzung in die Lehrwerkstatt
  • Online-Schulungen (zum Beispiel Webinare)
  • Durchführung von Projektarbeiten, Nutzung von Lernplattformen, Ausarbeitungen von Handouts/Anleitungen, die inhaltlich mit dem Ausbildungsplan korrespondieren und im Nachgang allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden können (zum Beispiel für Office-Anwendungen, Handling von speziellen Warengruppen etc.)
Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann Kurzarbeit auch für Auszubildende in Frage kommen. Diese Option ist allerdings restriktiv zu handhaben. Wenn die Unterbrechung der Ausbildung unvermeidlich ist – das dürfte bei einer Corona-bedingten Schließung der Fall sein - können auch Auszubildende in Kurzarbeit einbezogen werden.
Sollte Auszubildenden gegenüber Kurzarbeit angeordnet werden, haben sie zunächst Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens sechs Wochen (§ 19 Absatz 1 Nr. 2 BBiG). Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer können Ausbildungs- und Tarifverträge längere Fristen vorsehen. Erst danach kann über die verantwortliche Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beansprucht werden.
Kurzarbeit für Auszubildende? IHK-Teamleiter Stefan Brüggemann beantwortet in diesem Video häufig gestellte Fragen zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Ausbildung.
Teilzeitberufsausbildung
Eine Möglichkeit zur Reduzierung der finanziellen Belastung der Ausbildungsbetriebe durch die in voller Höhe fortzuzahlende Ausbildungsvergütung und gleichzeitig zum Erhalt des Ausbildungsplatzes für Auszubildende kann die Teilzeitberufsausbildung sein.

Kurzarbeit für Ausbilder/-innen

Auch bei Ausbildern sollte Kurzarbeit nur in Ausnahmefällen angeordnet werden, da der Betrieb gewährleisten muss, dass der Ausbilder seiner Ausbildungspflicht (§ 14 Absatz 1 Nr. 1 BBiG) gegenüber dem Auszubildenden nachkommt. Das bedeutet auch, dass Ausbilderinnen und Ausbilder für die Auszubildenden erreichbar sein müssen und nicht alle gleichzeitig zu Hause bleiben können.

Kann Auszubildenden gekündigt werden?

Ein Mangel an Aufträgen, behördlich angeordnete Betriebsschließungen, Kurzarbeit oder eine drohende Insolvenz sind grundsätzlich keine Gründe für eine Kündigung. Dies ergibt sich aus den besonderen Hauptleistungspflichten eines Berufsausbildungsverhältnisses. Die Hauptleistungspflicht von Ausbildenden ist es, dafür zu sorgen, dass den Auszubildenden die berufliche Handlungsfähigkeit in einem bestimmten Ausbildungsberuf vermittelt wird (§ 14 Absatz 1 Nr. 1 BBiG).
Sollte der Ausbildungsbetrieb jedoch für längere Zeit vollständig zum Erliegen kommen und kann dadurch die berufliche Handlungsfähigkeit nicht mehr vermittelt werden, ist ein wichtiger Grund zur Kündigung des Berufsausbildungsverhältnisses (§ 22 Absatz 2 Nr. 1 BBiG) gegeben.
Nur wenn eine ordnungsgemäße Ausbildung nicht mehr sichergestellt werden kann, weil der Betrieb ganz oder teilweise stillgelegt wird oder die Ausbildungsberechtigung nicht mehr besteht, steht dem Ausbildungsbetrieb ein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Die Kündigung kann nur unter Einhaltung einer Frist ausgesprochen werden, die nicht mehr als drei Monate umfasst.

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Was muss beachtet werden, wenn das Unternehmen Insolvenz anmeldet?

Grundsätzlich gilt: Weder eine drohende Insolvenz noch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens haben direkte Auswirkungen auf den Ausbildungsvertrag. Die aus dem Ausbildungsverhältnis resultierenden Rechte und Pflichten bleiben weiter bestehen. Hierzu zählt insbesondere die Zahlung der vereinbarten Ausbildungsvergütung.

Grundsätzlich können sich Ausbildungsbetrieb und Auszubildender auf eine Kürzung der Ausbildungsvergütung einigen. Die Ausbildungsvergütung muss jedoch weiterhin angemessen und höher als die gezahlte Vergütung des vorhergehenden Jahres sein (§ 17 Absatz 1 BBiG).
Unterstützung durch die IHK: Ist die Einstellung des Geschäftsbetriebs absehbar, sollte das insolvente Unternehmen Kontakt mit der IHK-Ausbildungsberatung aufnehmen, um die Weiterführung der Berufsausbildungsverhältnisse abzuklären. Welchen Einfluss die Betriebsstilllegung auf das Prüfungsverfahren hat, kann dann auch im Einzelfall mit der IHK-Ausbildungsberatung abgesprochen werden. Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsbetrieb bietet die Passgenaue Besetzung.

Informationen zur Weiterbildung

Finden die Seminare und Lehrgänge der IHK-Akademie statt?


Zur Eindämmung des Coronavirus führt die IHK Nord Westfalen an ihren Standorten in Münster, Gelsenkirchen und Bocholt (vorerst) bis zum 3. Mai 2020 keine Seminare und Lehrgänge (Präsenzunterricht) mehr durch.

Der mediengestützte Online-Unterricht in vielen Lehrgängen und Studiengängen wird fortgesetzt und ausgebaut – die IHK-Lehrgangsbetreuung  und die Trainer informieren über das aktuelle Prozedere. Die Online-Konzepte werden für weitere Lehrgänge und Seminare angepasst und Ersatztermine geschaffen.
“Stay at home! But keep on Learning!” 
Die Räume im IHK-Bildungszentrum in Münster sind leer, die Kurse jedoch voll. Innerhalb von nur zehn Tagen hat die IHK Nord Westfalen ihr Weiterbildungsangebot digitalisiert. Rund 80 Lehrgänge mit über 1600 Teilnehmern laufen derzeit vollständig online. Tendenz steigend. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Weitere Informationen unter www.ihk-bildung.de oder lehrgaenge@ihk-nordwestfalen.de.

Wird das Aufstiegs-BAföG weiter bezahlt?

Damit BAföG-Geförderten aus pandemiebedingten Vorsorgemaßnahmen keine Nachteile entstehen, hat das BMBF in einem Erlass gegenüber den für den BAföG-Vollzug zuständigen Bundesländern und ihren Ausbildungsförderungsämtern klargestellt, dass das BAföG weiterzuzahlen ist.
Sobald Lehrgangsanbieter Online-Lehrangebote zur Verfügung stehen, um den Lehrbetrieb aufrechtzuerhalten, ist die Teilnahme an diesen Online-Lehrangeboten im Sinne der Förderungsvoraussetzungen verpflichtend.

Fällt die Prüfung aus und wird deshalb die Regelstudienzeit überschritten, wird das BAföG in den allermeisten Fällen weiterbezahlt.
Hinweis zu Fehlzeiten:
Entstehen Fehlzeiten, weil die Bildungseinrichtung wegen der Pandemie geschlossen ist, wird das Aufstiegs-BAföG bis auf weiteres weiterbezahlt.
Weitere Informationen erhalten Sie beim BMBF oder unter www.aufstiegs-bafoeg.de.

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IHK-Service für Unternehmen
Das Coronavirus betrifft immer mehr Unternehmen: Wie gehen Betriebe mit der Pandemie im Unternehmen um? Was tun, wenn Arbeit ausfällt? Wie funktioniert Kurzarbeit? Gibt es Förderung in Notlagen? Wie sieht es mit Dienstreisen aus? Wie sieht es im Reiserecht und Vertragsrecht aus? Hier bekommen Sie Antworten.