Regionale Analysen

Pendlerströme

Es ist ein Grundzug entwickelter Volkswirtschaften, dass die Menschen mobil sind, das heißt insbesondere Arbeiten und Wohnen nicht am gleichen Ort stattfinden. Das Berufspendeln hat Auswirkungen auf viele Bereiche – von der Verfügbarkeit von Arbeitskräften über den Aufbau der Infrastruktur bis hin zur örtlichen Kaufkraft. Nach der ersten Untersuchung in 2009 hat sich die IHK Nord Westfalen erneut sehr intensiv mit dem Thema Pendeln befasst, also dem Weg vom Wohnort zur Arbeitsstätte.
Im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region legen rund 460.000 Berufspendler mehr oder weniger lange Wege zu ihrer Arbeitsstätte zurück. Inzwischen pendelt deutlich mehr als die Hälfte der Beschäftigten täglich zum Arbeitsplatz, wobei die Zahl der Einpendler im letzten Jahrzehnt um 26 Prozent zugenommen hat. Damit ist die Zahl der Pendler deutlich größer als die der Nicht-Pendler (375.000), bei denen Wohnort und Arbeitsort identisch sind. Nicht jeder pendelt täglich, aber doch vermutlich die meisten. Das ist ein Indiz dafür, wie differenziert die Arbeitswelt inzwischen geworden ist und wie groß der Aufwand ist, den die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung auf sich nimmt, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. 
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