Carnet A.T.A.

Hinweise zum Ausfüllen

Hinweise zum Ausfüllen des Carnet A.T.A.

Nachfolgend finden Sie Erläuterungen zum Aufbau des Carnet A.T.A. und Hinweise zum Ausfüllen.
Die dazugehörigen Ausfüllhilfen finden Sie unter „Weitere Informationen“. Die stark umrandeten Felder im Carnet und in den Einlageblättern sind für Eintragungen der IHK sowie der Zollverwaltung vorgesehen.
© IHK Nord Westfalen
Feld A: Hier bitte den vollständigen Namen und die Anschrift des „Carnet-Inhabers“ (Antragstellers) eintragen.
Feld B: Hier bitte den Namen und die vollständige Anschrift desjenigen eintragen, der das Carnet und die Waren dem ausländischen Zoll vorführt. Für den Fall, dass die Person/das Unternehmen noch nicht bekannt ist, bitte „gemäß besonderer Vollmacht“ einsetzen und demjenigen, der mit dem Carnet reist, eine entsprechende Vollmacht mitgeben.
Feld C: Hier ist die beabsichtigte Verwendung des Carnets einzutragen: zum Beispiel Messen und Ausstellungen, Warenmuster oder Berufsausrüstung. Bei Messen empfiehlt es sich, die genaue Bezeichnung der Messe mit Ort anzugeben.
Felder D bis E: Diese Felder bitte erst unmittelbar vor der Zollabfertigung ausfüllen. Hier unterschreibt der Reisende (siehe Feld B) mit Angabe des Grenzortes und des Grenzübergangsdatums.
Die „Allgemeine Liste“ mit den Warenbeschreibungen muss auf dem Carnet-Rückseitendeckblatt sowie allen Einlageblattrückseiten und der Antragsrückseite identisch sein. Der Warenwert (Zeitwert/Verkaufswert ohne Umsatzsteuer) ist in Euro anzugeben. Bitte den nicht benötigten Platz entwerten (Buchhalternase).
In Spalte 1 erhält jede Ware eine „laufende Nummer“. Gleichartige Waren können zusammengefasst werden.
In Spalte 2 wird die handelsübliche Warenbezeichnung der Artikel eingetragen. Dabei sollten Prüf-, Fabrikations-, Seriennummern oder Typenschilder angegeben werden. Damit wird der Zollbehörde eine Identifizierung der Ware erleichtert.
In Spalte 3 wird die Stückzahl der in Spalte 2 bezeichneten Waren angegeben.
In Spalte 4 werden Gewicht oder Menge, in aller Regel in Kilogramm-Angaben, eingetragen; ansonsten zum Beispiel Quadratmeter oder Liter. Bitte beachten: Bei der Schweiz ausschließlich Kilogramm-Angaben (Gewichtszollsatz!).
Die Spalte 5 beinhaltet den Handelswert der Waren im Inland.
Das Ursprungsland in Spalte 6 kann nach den ISO-Ländercode ausgefüllt werden, wenn die Ware nicht deutschen Ursprungs ist.
Am Ende der „Allgemeinen Liste“ sind die Spalten 3, 4 und 5 jeweils zu summieren.
Abschließend ist vom Antragsteller eine rechtsverbindliche Unterschrift (gegebenenfalls mit Firmenstempel) auf dem grünen Carnet-Deckblatt im Feld unten rechts „Unterschrift des Inhabers“ und auf dem Carnet-Antrag vorzunehmen.

Behandlung der Einlageblätter

Ausfuhr- beziehungsweise Wiedereinfuhrblatt für die Europäische Union (gelb) = für jede Reise ein Satz (1 Ausfuhrblatt und 1 Wiedereinfuhrblatt)
Die Ausfuhrzollstelle bestätigt das Ausfuhrblatt mit Stempelabdruck. Ausfuhrzollstelle ist die Zollstelle, in deren Bezirk der Carnetantragsteller seinen Firmen- beziehungsweise Wohnsitz hat. Der Trennabschnitt des Wiedereinfuhrblattes wird von der Eingangszollstelle, bei der die Waren nach Aufenthalt im Ausland wieder eingeführt werden, an die Ausfuhrzollstelle zurückgesandt. Unterbleibt dies, kommt es zu Rückfragen beim Carnetantragsteller durch die Ausfuhrzollstelle.
Erfolgt keine Wiedereinfuhr der Ware in die Europäische Union, ist der Carnetantragsteller verpflichtet, die ausgebende IHK und die Zollverwaltung umgehend zu informieren und eine Ausfuhranmeldung für die nicht wieder eingeführte Ware beim Zollamt abzugeben. Immer vorausgesetzt, dass keine Vereinfachungsregelung in Anspruch genommen werden kann (zum Beispiel geringe Wertgrenze, geringe Menge...).
Einfuhr- beziehungsweise Wiederausfuhrblatt für das Bestimmungsland (weiß) = für jedes Bestimmungsland ein Satz (Ein Einfuhrblatt und ein Wiederausfuhrblatt)
Die Waren und das Carnetformular müssen dem ausländischen Zollbeamten an der Grenze des Einfuhrlandes vorgelegt werden. Dieser entnimmt den weißen Trennabschnitt „Einfuhr“ zum Nachweis, dass die Waren eingeführt wurden. Auf dem Stammabschnitt „Einfuhrblatt“ trägt der Zollbeamte die Positionsnummern der eingeführten Waren ein (Punkt 1). Bei der Wiederausfuhr wird analog mit dem weißen Wiederausfuhrblatt verfahren und bescheinigt, welche Warenpositionen ausgeführt worden sind.
Werden nicht alle im Carnet verzeichneten Waren ins Ausland verbracht, sind keine Streichungen notwendig, sondern es kann eine Teileinfuhr erfolgen. Wichtig ist, dass der Zollbeamte nur die Waren einträgt, die auch tatsächlich eingeführt werden. Es kann auch vorkommen, dass die Waren nicht alle mit einer Reise wieder das Land verlassen (Teilausfuhr), sondern erst mit mehreren Reisen. Am Schluss der Benutzung müssen alle einmal eingeführten Waren wieder das jeweilige Land verlassen haben.
Trägt der ausländische Zollbeamte unter „Frist für die Wiederausfuhr/Wiedergestellung der Waren beim Zoll“ (Punkt 2) eine Frist ein, muss geprüft werden, ob diese eingehalten werden kann (eventuell Fristverlängerung beantragen). Bei Fristüberschreitung ist die Zollverwaltung berechtigt, die Einfuhrabgaben zu erheben, auch wenn die Waren nur wenige Tage später ausgeführt wurden.
Transitblätter für die Durchfuhr/den Transit (blau) = für jede Durchfahrt pro Land zwei Blätter (Ein Blatt bei der Einreise und ein Blatt bei der Ausreise)
Blaue Transitblätter sind immer für die Durchfuhr eines Landes sowie für die Anweisung zu bestimmten Zollstellen (zum Beispiel Messe- oder Binnenzollämter) erforderlich. Der Transitverkehr wird grundsätzlich in der gleichen Weise durchgeführt wie die vorübergehende Ein- und Ausfuhr. Von besonderer Bedeutung ist im Transitverkehr die Wiederausfuhr- beziehungsweise Wiedergestellungsfrist (Punkt 2 im Stammabschnitt/oberer Blattteil). Sie beträgt in der Regel nur wenige Tage und muss unbedingt eingehalten werden.
Besonderheit: Carnet C.P.D. für Taiwan
Die vorübergehende Ausfuhr von Waren nach Taiwan kann nur mit dem Carnet C.P.D. (orange) erfolgen. Dabei muss im Feld F/b des Einfuhrtrennabschnittes der Ort der vorübergehenden Verwendung angegeben werden.