19. Juni 2017

J.W. Ostendorf unterstützt Kreuzschule

IHK-Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“
Coesfeld. – Die Kreuzschule und J.W. Ostendorf (JWO) GmbH & Co. KG in Coesfeld sind offizielle Kooperationspartner im Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Vertreter von Unternehmen und Schule unterzeichneten heute (19. Juni) eine entsprechende Vereinbarung. Damit steigt die Zahl der Kooperationen im Kreis Coesfeld auf 30. Für die Gemeinschaftshauptschule ist es die dritte Partnerschaft mit einem Unternehmen in der IHK-Initiative. Der Farbenhersteller JWO geht bereits die dritte Schulkooperation ein.
Hauptziel des IHK-Projektes ist es, die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung sowie die Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „Viele Jugendliche haben nur ungenaue Vorstellungen von einer betrieblichen Ausbildung und den guten Karrierechancen, die sie bietet“, erklärt IHK-Projektmitarbeiterin Melanie Vennemann. Unternehmen wie Ostendorf seien bestens geeignet, „den Schülern die Vielfalt und Wirklichkeit der Arbeitswelt zu zeigen, mit ihren Möglichkeiten, aber auch mit ihren Anforderungen“, so Vennemann weiter.
JWO ist ein mittelständisches Familienunternehmen in der dritten Generation. Der Farbenhersteller ist in mehr als 18 Ländern tätig und beliefert sowohl Hobbyheimwerker als auch Profis und die Industrie.
Das Unternehmen lädt Schüler und Lehrer der Kreuzschule zu Betriebsbesichtigungen ein, um ihnen Einblicke in die Arbeits- und Produktionsweise des Betriebes zu ermöglichen und das umfangreiche Ausbildungsangebot zu präsentieren. Am „Azubi-Tag“ berichten Auszubildende an der Kreuzschule über ihre Berufe und Tätigkeiten. Zudem werden Praktika angeboten, bei denen die Schüler Einblicke in die Ausbildungsberufe Industrie- und Informatikkaufmann sowie Produktionsfachkraft Chemie erhalten.
Bei „Partnerschaft Schule-Betrieb“ geht es aber nicht nur um Berufsorientierung. Mit dem Projekt wolle die IHK die Unternehmen auch bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Vennemann. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen. Die Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt, auch wenn das Zeugnis zunächst etwas anderes sagt.“
Personalreferentin Fenja Buchold unterstreicht angesichts sinkender Schulabgängerzahlen die Notwendigkeit, keine Talente unentdeckt zu lassen: „Um unser Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln, müssen wir schon heute offensiv auf die jungen Leute zugehen und immer wieder begabte und motivierte Jugendliche entdecken, ausbilden und fördern.“ Nur so könne ein Betrieb wettbewerbsfähig bleiben, so Buchold.
Schulleiterin Angelika Adams betont: „Das IHK-Projekt bietet unseren Schülern, aber auch den Lehrern die Chance, Betriebe hautnah kennenzulernen und sich für Ausbildungsberufe und die Wirtschaft nachhaltig zu begeistern. Durch die Teilnahme am Azubi-Tag und von Mitarbeitern unterstützte Unterrichtsthemen wird ein persönlicher Kontakt aufgebaut, der Schülern den Weg in das Berufsleben erleichtert.“
Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerinnen für das Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ sind im Münsterland Inna Gabler, Telefon 0251 707-305, und Melanie Vennemann, Telefon 0251 707-304.
Fotos/Bildtexte
Foto 1
Kooperation vereinbart: Schulleiterin Angelika Adams (l.) und JWO-Personalreferentin Fenja Buchold.
Foto 2
Partnerschaft Schule-Betrieb (v. l.): JWO-Personalreferentin Fenja Buchold, IHK-Projektmitarbeiterin Melanie Vennemann, Schulleiterin Angelika Adams, und Berufswahlkoordinator Dirk Lahl.