17. Februar 2017

Jungforscher für MINT-Berufe motivieren

Finale beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“

Münster/Münsterland. – Die Sieger des „IHK-Regionalwettbewerbs Jugend forscht“ in der Altersklasse 15 bis 21 Jahre stehen fest. Die ersten Plätze gehen an Schülerinnen und Schüler folgender Schulen in Münster, Greven, Rheine und Saerbeck (s. Anlage Siegerliste): Annette von Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster (Fachgebiet Arbeitswelt), Pascal-Gymnasium Münster (Chemie), Wilhelm-Hittorf-Gymnasium Münster (Physik), Friedensschule Münster (Technik), Gymnasium Augustinianum in Greven (Biologie), Berufskolleg Rheine (Arbeitswelt) und Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck (Biologie und Chemie). Sie haben sich mit ihren Projekten für das Landesfinale am 3. bis 5. April bei der Bayer AG in Leverkusen qualifiziert.
Der Preis des IHK-Präsidenten, den Dr. Benedikt Hüffer persönlich an die besten Schulen des zweitägigen IHK-Regionalwettbewerbs überreichte, ging an das Gymnasium Augustinianum in Greven (zweimal 1. Platz, zweimal 2. Platz, zweimal 3. Platz). Dafür erhielt die Schule 1.000 Euro. Als zweitbeste Schule gewann die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck 400 Euro (zweimal 1. Platz, zweimal 3. Platz), das Gymnasium St. Mauritz als drittbeste Schule 200 Euro (zweimal 1. Platz, einmal 3. Platz).
Den Talentförderpreis der Stiftung Jugend forscht erhielt Dr. Veronika Kohl vom Hittorf-Gymnasium in Münster, der von CTS Gruppen- und Studienreisen gestiftete Projektbetreuerpreis ging an Christa Werning Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck.
124 Schülerinnen und Schüler hatten heute (17. Februar) 67 Arbeiten in der Sparte „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup in Münster präsentiert. Bereits gestern hatten die jüngeren Teilnehmer (bis 14 Jahre) in der Kategorie „Schüler experimentieren“ um den Einzug in den Landeswettbewerb gerungen. Insgesamt beteiligten sich über 250 Schülerinnen und Schüler am 31. IHK-Regionalwettbewerb Jugend forscht, den die IHK Nord Westfalen erneut mit Unterstützung der BASF Coatings GmbH organisiert hatte.
Bei allem Spaß, der den Teilnehmern des IHK-Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ anzumerken war: Die IHK Nord Westfalen, hat einen durchaus handfesten Grund, warum sie die Jungforscher seit über 30 Jahren zum Wettstreit einlädt: „Die Wirtschaft braucht Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker“, sagte Dr. Eckhard Göske von der IHK Nord Westfalen. Diese Botschaft hat an Aktualität nichts verloren. Im Gegenteil: „Die Unternehmen haben noch nie so viele MINT-Fachkräfte gesucht wie heute“, verweist der Leiter der Industrieabteilung auf das Herbstgutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.
„Dabei sind es gar nicht mal so sehr die Akademiker, die händeringend gesucht werden“, ergänzte Carsten Taudt: „66 Prozent der offenen MINT-Stellen sind für Facharbeiter, Meister und Techniker“, machte der Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Bildung und Fachkräftesicherung deutlich. Die IHK fühlt sich durch die Studie einmal mehr bei ihrem Werben für die betriebliche Aus- und Weiterbildung bestätigt.
Mitten unter den insgesamt rund 250 Teilnehmern, die ganz überwiegend von Gymnasien kommen, informierten deshalb IHK-Ausbildungsbotschafter über die Vorzüge einer betrieblichen Ausbildung. Es sind Auszubildende mit Abitur, die im persönlichen Gespräch über ihre Ausbildung zum Mechatroniker, Pharmakanten oder auch Chemielaboranten berichteten. Ihre Botschaft fasste Taudt zusammen: „Man muss nicht studieren, nur weil man Abitur hat. Und man muss nicht studieren, um Karriere zu machen.“ In jedem Fall sei eine betriebliche Ausbildung eine hervorragende Grundlage, die alle Wege offen lasse.
Sören Bauermann, Geschäftsführer der BASF Coatings GmbH, bestätigte den insgesamt hohen Bedarf an Nachwuchskräften im naturwissenschaftlichen Bereich und erklärte, warum BASF die IHK Nord Westfalen bei der Durchführung des Wettbewerbs in der Region seit über zehn Jahren unterstützt. „Um Kinder und Jugendliche für Mathe, Informatik, eine Naturwissenschaft oder Technik zu begeistern, müssen Naturwissenschaften attraktiv und erlebbar gemacht werden. Dazu gehört auch eine Plattform, auf der sie gemeinsam mit anderen Jungforschern ihr Talent zeigen und ausleben können“, sagte Bauermann. Die Anerkennung des Wettbewerbs Jugend forscht motiviere und gebe den Kindern und Jugendlichen Bestätigung bei der beruflichen Orientierung. „Das ist wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland“, hob Bauermann hervor.
Die Erstplatzierten in den einzelnen Fachgebieten qualifizieren sich für den Wettbewerb auf Landesebene, der in der Altersgruppe „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) am 3. bis 5. April bei der Bayer AG in Leverkusen stattfindet. Die Sieger kommen ins Bundesfinale, das vom 25. bis 28. Mai in Erlangen läuft. Für die Altersgruppe „Schüler experimentieren“ (bis 14 Jahre) gibt es keinen Bundeswettbewerb. Der Landeswettbewerb läuft am 5. und 6. Mai im Haus der Technik in Essen.

Hinweis an die Redaktionen zu den Siegerlisten (Anlage):

Für den Landeswettbewerb sind nur die Erstplatzierten der einzelnen Fachgebiete qualifiziert: Ist in einem Fachgebiet kein 1. Platz, sondern nur ein 2. oder 3. oder nur ein Sonderpreis vergeben, so nimmt aus dieser Wettbewerbssparte niemand am Landeswettbewerb teil. Sind umgekehrt zwei erste Plätze vergeben, schickt der IHK-Regionalwettbewerb zwei Teams in den Landeswettbewerb.

Fotogalerie:

Die Fotos sind nach der Standnummer benannt, die Sie in der Bildergalerie links unten (auf Ihrem Bildschirm) und in der Siegerliste wiederum in der rechten Spalte zu Beginn des Textes finden. So sind Namen und Fotos zuzuordnen (z.B. JA001, 1. Platz Arbeitswelt).

Ansprechpartner für die Medien:

Guido Krüdewagen, Tel. 0251 707-233 oder 0170 635 79 59