10. März 2017

Wirtschaft will Zukunft der Stadt mitgestalten

IHK-Regionalausschuss zum Stadtentwicklungsprozess

Münster. - „Gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und Start-ups sind unverzichtbarer Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung“. Mit dieser Klarstellung verband IHK-Vizepräsident Fabian Roberg ein konkretes Angebot zur Mitarbeit am Stadtentwicklungsprozess „MünsterZukünfte 20|30|50“. Gemeinsam mit weiteren 40 Unternehmerinnen und Unternehmern hatte sich Roberg während der Frühjahrssitzung des IHK-Regionalausschusses informiert, wie Politik, Verwaltung und Wissenschaft sich den Weg zu einem neuen Stadtentwicklungskonzept vorstellen.
Die Wirtschaft in Münster fordere nicht nur, sie sei auch bereit, sich aktiv in die Zukunftsdiskussion einzubringen, erklärte Roberg, der auch Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses für die Stadt Münster ist. Er möchte ein Team von Unternehmerinnen und Unternehmern zusammenstellen, aus dem einzelne Mitglieder in die verschiedenen Workshops und Arbeitskreise entsandt werden, um dort die Sicht der lokalen Wirtschaft einzubringen.
Professor Dr. Klaus Backhaus, Direktor des Betriebswirtschaftlichen Instituts für Anlagen und Systemtechnologien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing, sowie Prof. Dr. Thomas Hauff, Referat Stadtentwicklung/Stadtforschung der Stadt Münster, skizzierten die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung, Inhalte und Methodik des umfangreichen Stadtentwicklungsprozesses, der unter dem Titel „MünsterZukünfte 20|30|50“ Mitte März offiziell gestartet werden soll.
Statistik- und Stadtentwicklungsexperte Hauff rechnet bis zum Jahr 2030 mit einem Anstieg der Stadtbevölkerung auf rund 330.000 Einwohner – vorausgesetzt, die Flüchtlingszahlen stabilisieren sich auf dem derzeit eher niedrigen Niveau.
Ein wesentlicher Treiber des Bevölkerungswachstums in Münster seien die Hochschulen, die ihre Kapazitäten in den letzten Jahren nochmals spürbar ausgeweitet hätten, sowie das wachsende Arbeitsplatzangebot in der Stadt, so Hauff.
Stadtmarketing-Chefin Bernadette Spinnen unterstrich, wie wichtig es sei, dass alle relevanten Gruppen der Stadtgesellschaft und insbesondere auch die Wirtschaft sich aktiv in den Diskussionsprozess einbringen. IHK und Handwerkskammer seien institutionell bereits eingebunden, eine darüber hinausgehende Mitarbeit einzelner Unternehmer, wie von Roberg avisiert, werde von ihr ausdrücklich begrüßt.
Backhaus erläuterte abschießend, wie erstmals allen Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie Fachexperten die Möglichkeit haben, via Internet ihre Zukunftserwartungen sowie ihre Bewertung unterschiedlicher Szenarien in den Prozess einzubringen. Er verstehe seine Rolle so, die verschiedenen Meinungen und Bewertungen zu verdichten und hieraus unterschiedliche Entwicklungspfade aufzuzeigen. Welche davon es zu unterstützen oder auch zu verhindern gelte, das sei dann eine politische Entscheidung, die letztendlich der Rat zu treffen habe.
Westlotto-Geschäftsführer Andreas Kötter warf als Gastgeber einen Blick zurück auf die Geschichte der Westdeutschen Lotteriegesellschaft, die 1955 gegründet wurde. 2016 lag der gesamte Spieleinsatz bei 1,63 Milliarden Euro. Jede Woche verarbeitet die Lotterie rund 2,2 Millionen Spielaufträge. Der Lotto-Chef unterstrich, dass mit jedem ausgefüllten Lottoschein auch ein Beitrag zur Förderung gemeinnütziger Aufgaben geleistet werde. Insofern, so Kötter, bringe jeder Spielschein ohne „Richtige“ zwar kein Gewinn für den einzelnen, sehr wohl aber für die Gesellschaft.

Fotos/Bildtexte

Foto 1:
Machen sich stark für Münsters Zukunft (v. l.): Fabian Roberg, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses für die Stadt Münster, Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing, Westlotto-Geschäftsführer und Gastgeber Andreas Kötter, Prof. Dr. Thomas Hauff, Stadt Münster, sowie IHK-Geschäftsbereichsleiter Joachim Brendel.

Foto 2:
Prof. Dr. Klaus Backhaus, Direktor des Betriebswirtschaftlichen Instituts für Anlagen und Systemtechnologien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, lud die Unternehmer zur Mitarbeit am Stadtentwicklungsprozess ein.