.News: Ausbau der DEK-Nordstrecke
Weitere Verbesserungen für Großmotorgüterschiffe
Neue Schleusen an der DEK-Nordstrecke
Seit Januar 2008 arbeitet die Projektgruppe „Neue Schleusen DEK-Nord“ des Wasserstraßen-Neubauamtes (WNA) Datteln an den umfangreichen Vorbereitungen für das Bauvorhaben, das den DEK zwischen Bevergern und Gleesen für das Großmotorgüterschiff befahrbar machen soll.
Ursprüngliche Absicht war es, die fünf alten und abgängigen Schleusen Bevergern, Rodde, Venhaus, Hesselte und Gleesen mit Wegfall der Schleusen Rodde und Hesselte auf drei zu verringern; die verbleibenden Schleusen sollten entsprechend erneuert werden. Die dafür erstellten Gutachten haben nun aber deutlich kompliziertere Grundwasserverhältnisse offenbart als erwartet. Vor diesem Hintergrund wurde die Ausbaukonzeption angepasst.
Die neuen Planungen sehen vor, nun doch alle fünf Schleusen zu erneuern, sowie die dazugehörigen zehn Vorhäfen anzupassen. Der Mehrgewinn bleibt: Die DEK-Nordstrecke wird nach Ausbau für große und moderne Schiffe befahrbar. Alle fünf Schleusen und deren Vorhäfen werden ersetzt und erhalten die zukunftsgerechten Abmessungen für das Großmotorgüterschiff (Maße 110 m x 11,45 m) und für das übergroße Großmotorgüterschiff (Maße 135 m x 11,45 m). Zusätzlich verkürzt sich die Fahrzeit.
„Wasserstraßen werden unter ökologischen Aspekten als Gütertransportwege eine zunehmend größere Bedeutung erhalten. Darum hat die Region ein starkes Interesse an einer zügigen Verbesserung der verkehrlichen Leistungsfähigkeit des DEK-Nord und möchte einen möglichst schnellen Einstieg in den Streckenausbau“, sagt IHK-Geschäftsführer Joachim Brendel. Für die Wirtschaft sei es wichtig, langfristig einen leistungsfähigen DEK durch den konsequenten Ausbau sicher zu stellen. Deshalb will die Region als ein weiteres wichtiges Ausbauziel den Abbau von hinderlichen Restriktionen für das Großmotorgüterschiff wie enge Kurven, zu niedrige Brückendurchfahrtshöhen für den zweilagigen Containerverkehr und eingeschränkten Begegnungsverkehr in Angriff nehmen.
Mit der Übernahme der Kosten für ingenieurbezogene Planungsleistungen durch die Region, darunter insbesondere auch der Wirtschaft, kann die Planung und die Realisierung des Projekts um mindestens 7 Jahre vorgezogen werden. Das Investitionsvolumen beträgt 450 Mio. Euro.
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