IHK Nord Westfalen

Wir machen uns stark für Ihren Erfolg

Sonntag, 22.01.2017

Seiten-Nummer: P00063

.Binnenschifffahrt

(Foto: IHK)

Standortfaktor Wasserstraße

Ausbau Dortmund-Ems-Kanal 

Nördlich von Rheine machen fünf Schleusen den Dortmund-Ems-Kanal zum unpassierbaren Nadelöhr für moderne Güterschiffe. Damit der Weg schneller frei wird, schieben Kreise, Kommunen und IHKs gemeinsam den Ausbau an.

Der Dortmund-Ems-Kanal verbindet Dortmund mit dem Seehafen Emden. Auf seinem 256 Kilometer langen Weg vom Ruhrgebiet bis zur Ems in Herbrum überwindet der Kanal mit 15 Schleusen rund 70 Meter Höhenunterschied. Vor allem Massengüter wie Erze, Baustoffe, Schrott, Düngemittel oder Getreide, aber auch Container werden auf der Wasserstraße transportiert.

Die Südstrecke, der Abschnitt vom Ruhrgebiet bis zum Mittellandkanal bei Rheine, ist seit kurzem für das Großmotorgüterschiff (GMS) befahrbar. Schiffe dieses Typs sind 110 Meter lang, 11,40 Meter breit und haben einen Tiefgang von 2,80 Meter. 2100 Tonnen beträgt die Tragfähigkeit. Zum Vergleich: Um das auf der Straße zu transportieren, was in den Bauch eines einzigen GMS passt, werden 105 Zwanzigtonner benötigt.

Endstation für Großmotorgüterschiffe

Kurz nach Rheine ist für diese großen Transportschiffe allerdings noch Endstation auf der Fahrt Richtung Nordsee. Die fünf Schleusen zwischen Bevergern (Kreis Steinfurt) und Gleesen sind zu schmal. Drei davon, so sehen es die Ausbaupläne vor, sollen durch 12,5 Meter breite und 140 Meter lange Schleusen ersetzt werden. Zwei fallen ganz weg, wodurch der Schiffsverkehr noch flüssiger wird. Zusätzlich müssen mehrere Brücken angehoben werden, um den Kanal auch für Großmotorgüterschiffe mit mehrlagiger Tonnage befahrbar zu machen. Der Ausbau hat schließlich auch das Ziel, bessere Bedingungen für den boomenden Containerverkehr zu schaffen.

Der Bund wird über 350 Millionen Euro in den Ausbau der Nordstrecke investieren. Nur: Das Projekt wurde bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans im Jahr 2003 nicht in den vorrangigen Bedarf eingestuft - was nicht anderes bedeutet als den Aufschub bis auf weiteres.

Ausbau bis 2025

Dass es dazu nicht kommt, dafür wollen die Landkreise, Städte und Gemeinden gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft sorgen. Mit rund vier Millionen Euro unterstützen sie das Projekt und finanzieren die Planungskosten mit. Dadurch wird der Projektbeginn um mindestens zehn Jahre vorgezogen. 2025 soll der Dortmund-Ems-Kanal zwischen Mittellandkanal und Lingen für 110 Meter lange Großmotorgüterschiffe befahrbar sein.

Der Beitrag, den die Wirtschaft zugesagt hat, beträgt 600.000 Euro. Geld, das seit Januar 2008 durch Sponsorengelder bei den Unternehmen eingeworben wird. Auch die IHK Nord Westfalen wirbt bei ihren Mitgliedern um Unterstützung. Und das nicht nur, weil die Nordstrecke die Wasserstraßenanbindung für den Raum Rheine ganz im Norden des IHK-Bezirks sei, erklärt Joachim Brendel von der IHK Nord Westfalen. „Ein durchgängig für Großmotorgüterschiffe befahrbarer Dortmund-Ems-Kanal stärkt die Position aller anliegenden Wirtschaftsräume vom Ruhrgebiet bis zur Nordsee“, ist IHK-Geschäftsführer Joachim Brendel überzeugt und spricht von einer „Standortstärkung auch für das nördliche Ruhrgebiet und das Münsterland“.

Standortfaktor Wasserstraße

Tatsächlich ist ein leistungsfähiger Zugang zur Binnenschifffahrt für die Industrie ein Standortfaktor von wachsender Bedeutung. Der Dortmund-Ems-Kanal stellt eine zudem wichtige Verbindung des Seehafens Emden an das transeuropäische Wasserstraßennetz dar. Das gesamte Güterverkehrsaufkommen auf der Nordstrecke und des Küstenkanals lag im Jahr 2004 bei rund 8,6 Millionen Gütertonnen, bis zum Jahr 2025 wird eine Steigerung des Verkehrsaufkommens um mehr als 25 Prozent prognostiziert. Bundesweit werden derzeit etwa 10 Prozent des Güterverkehrs über den Wasserweg abgewickelt. Die Verkehrspolitik hat das Ziel, diesen Anteil zu erhöhen.

Ansprechpartner

Joachim Brendel

Joachim Brendel

Telefon 0251 707-209

Telefax 0251 707-383

brendel@ihk-nordwestfalen.de

Geschäftsbereichsleiter Branchen und Infrastruktur

 
Daniel Janning

Daniel Janning

Telefon 0251 707-309

Telefax 0251 707-383

janning@ihk-nordwestfalen.de

 

IHK-Standorte

  • Münster

    Sentmaringer Weg 61

    48151 Münster

    Telefon:
    0251 707 - 0
    Telefax:
    0251 707 - 325

    Geschäftszeiten

    Mo. - Do.: 7.30 - 17.00 Uhr
    Fr.: 7.30 - 15.30 Uhr
    Fachabteilungen:
    Mo. - Do.: 8:00 - 17.00 Uhr
    Fr.: 8.00 - 15.30 Uhr

    Wegbeschreibung:
    Busverbindung ab Hauptbahnhof:
    Linie 1 und 9 Bussteig D2
    bis Haltestelle Alter Schützenhof
    Linie 2 Bussteig C2
    bis Haltestelle Alter Schützenhof
    Linie 7, 15 und 16 Bussteig D1
    bis Haltestelle WL-Bank/IHK

     
  • Gelsenkirchen

    Rathausplatz 7

    45894 Gelsenkirchen-Buer

    Telefon:
    0209 388 - 0
    Telefax:
    0209 388 - 101

    Geschäftszeiten

    Mo. - Do.: 7.30 - 17.00 Uhr
    Fr.: 7.30 - 15.30 Uhr
    Fachabteilungen:
    Mo. - Do.: 8:00 - 17.00 Uhr
    Fr.: 8.00 - 15.30 Uhr

    Wegbeschreibung:
    Ab Hbf Gelsenkirchen:
    Straßenbahn Linie 301 und 302
    bis Haltestelle Buer-Rathaus
    Bus Linie 380, SB 28 und SB 23
    bis Haltestelle Buer-Rathaus
    S-Bahn-Linie 9
    bis Haltestelle Gelsenkirchen Buer-Nord

     
  • Bocholt

    Willy-Brandt-Straße 3

    46395 Bocholt

    Telefon:
    02871 9903 - 0
    Telefax:
    02871 9903 - 40

    Geschäftszeiten

    Mo. - Do.: 7.30 - 17.00 Uhr
    Fr.: 7.30 - 15.30 Uhr
    Fachabteilungen:
    Mo. - Do.: 8:00 - 17.00 Uhr
    Fr.: 8.00 - 15.30 Uhr

    Wegbeschreibung:
    Hinweis: Zur Navigation geben Sie bitte Friesenstraße 3 ein!
    Fußweg vom Bahnhof: 3 Minuten
    Anfahrt per Bahn:
    aus Richtung Wesel im 1-Stunden-Takt
    Anfahrt per Bus:
    bis Haltestelle Europaplatz oder Bahnhof

     
  • Akademie der Wirtschaft

    Eine Übersicht aller Standorte finden Sie unter folgendem Link: