.Bildungspolitik
IHK-Ausbildungsumfrage 2008: Ausbildungsbedarf nur noch mit verstärkten Anstrengungen zu decken
Nach einer bundesweit durchgeführten IHK-Umfrage unter mehr als 12.000 Unternehmen konnten gut 15 % der Betriebe in Deutschland nicht alle angebotenen Lehrstellen besetzen. Das gilt auch für die Region Nord Westfalen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Unternehmen, die keine geeigneten Auszubildenden gefunden haben, damit fast verdoppelt.
Vor allem im Gastgewerbe, im Bereich IT/Medien sowie in den Industrie- und Verkehrsunternehmen fällt es schwer, die angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Mehrheit der Betriebe gibt als Grund für die Nicht-Besetzung von Ausbildungsplätzen an, dass keine geeigneten Bewerbungen vorlagen. Als besonderes Ausbildungshemmnis nennen knapp 50% der Unternehmen die mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger. 60 % der Betriebe sehen in einer besseren schulischen Vorbildung der Bewerber einen Beitrag zur Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen. Über 11% der Unternehmen geben an, dass die Zahl der Bewerberzahlen deutlich rückläufig ist. Sie führen dies auch auf die sich abzeichnende demografische Entwicklung zurück.
Über 85 Prozent der Betriebe geben an, dass der Ausbildungsbonus, wie er nach den Plänen der Bundesregierung in 2008 eingeführt werden soll, ihr Angebot an Ausbildungsplätzen nicht beeinflussen wird. Damit zeigt die Umfrage, dass der Einfluss finanzieller Hilfen auf betriebliche Ausbildungsplätze gering ist. Ausschlaggebend dafür, ob und wie viele Jugendliche die Betriebe ausbilden, ist vielmehr der Bedarf an Fachkräften und die Qualifikation der Bewerber.
Um die Ausbildungssituation realistisch einzuschätzen, führt die IHK jährlich eine IHK Umfrage bei Ihren Mitgliedsunternehmen durch. Die Ergebnisse finden Sie nachfolgend zum Download.
- Ausbildungsumfrage 2008 - Bundesauswertung (
PDF - 752,48 KB) - Ausbildungsumfrage 2008 (
PDF - 632,33 KB) - Fragebogen zur IHK-Ausbildungsumfrage 2008 (
PDF - 36,51 KB)
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