.Serien im Wirtschaftsspiegel
Kunsttipps
Streifzug durch Galerien in Nord-Westfalen
"Zeigen Sie uns Ihr Lieblingsbild" war der Auftrag an ausgewählte Galerien quer durch den IHK-Bezirk Nord-Westfalen. Galeristinnen und Galeristen von Gelsenkirchen bis Greven kamen dem nach. Die Serie zeigt einen nicht repräsentativen Ausschnitt aus der vielschichtigen Galerieszene in der Region.
Zu den Lieblingsbildern von Jörg Schemm gehört Puck Steinbrechers Uferspiegelung. Foto: Busch
Münster
Galerie Schemm
Jörg Schemm führt das Familienunternehmen in der vierten Generation. 1900 in Münster als Papierwaren- und Kunstgewerbegeschäft gegründet, präsentiert Schemm seit einigen Jahren in den neuen Räumen der Galerie an der Rothenburg vor allem zeitgenössische Kunst. Der Künstler Puck Steinbrecher zeigt dort seine abstrakten Bilder. Die Motive dafür findet er in der Landschaft am Bad Zwischenahner Meer, wo er lebt und arbeitet.
- Galerist Schemm im IHK-Magazin 12/2010 (
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Feldherren auf dem Krokodil reitend: Der Galerist Erwin Kleinau vor seinem großen Lieblingsbild von Frank Jacob Esser. Foto: Busch
Borken
Open Art Galerie
Eigentlich sollte ein Galerist vor allem kenntnisreich über Kunst berichten können und beratend auf Wünsche der Kunden eingehen, meinst Erwin Kleinau von der Borkener Open Art Galerie. Aber auch Galeristen haben Vorlieben. Die realistischen, surrealen und großformatigen Szenen des Malers Frank Jacob Esser, Meisterschüler von Markus Lüpertz an der Düsseldorfer Kunstakademie, haben es Kleinau angetan. Sie nehmen ihn mit auf eine fantastische Reise, weit außerhalb des Alltags.
- Galerist Kleinau im IHK-Magazin 1/2011 (
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Galeristin Jutta Kabuth mit einem ihrer Lieblingswerke, der "Figur I/2009" des New Yorker Künstlers Clemens Weiss. Foto: Busch
Gelsenkirchen
Galerie Kabuth
Künstler aus dem Museum of Modern Art in New York, stellen auch im Ruhrgebiet aus. Jutta Kabuth, Kunsthistorikerin und Galeristin, gewann 2007 den international bekannten Künstler Clemens Weiss für ihre Galerie in Gelsenkirchen. Sie mag besonders seine filigranen, aus verleimten, vielschichtigen Glasfragmenten zusammengesetzten Figuren. "Sie reduzieren auf faszinierende Weise die menschliche Figur auf ihre wesentlichen, formalen Grundzüge", beschreibt die Galeristin ihre Vorliebe.
- Galeristin Kabuth im IHK-Magazin 2/2011 (
PDF - 79,09 KB)
Aus dem künstlerischen Leben gegriffen sind die Bilder Udo Lindenbergs. Galerist Hans-Georg Hunold stößt mit einem Udo-Eierlikör darauf an. Foto: Busch
Greven
Galerie Hunold
Er habe meist nicht nur ein Lieblingsbild und die wechselten auch immer mal wieder, meint der Grevener Galerist Hans-Georg Hunold. Auf der Liste ganz oben steht bei ihm der Künstler Udo Lindenberg. Sein Bild "Andere denken nach, wir denken vor" hat es ihm besonders angetan. "Gut komponiert, farblich ansprechend und mit einem coolen Titel, der auch in ein Chef-Büro passen könnte", so sein Kommentar.
Es hängen jedoch nicht nur Bilder von Udo in Hunolds Galerie. Auch weltbekannte Künstler wie Christo und Jean-Claude, Andy Warhol oder Roy Lichtenstein waren in Austtellungen in Greven zu sehen und werden bei Hunold angeboten.
- Galerist Hunold im IHK-Magazin 3/2011 (
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Den leidenschaftlichen Strich mag Galerist Claus Steinrötter besonders an den Werken des Malers Johannes Grützke. Foto: Busch
Münster
Galerie Steinrötter
Claus Steinrötter wählt ein Bild des Malers Johannes Grützke, den er seit vielen Jahren ausstellt. "Grützke, der mir in den vielen Jahren als Freund und Künstler lieb geworden ist, steht für eine Kunst, die nach dem Krieg große Schwierigkeiten hatte", begründet Steinrötter seine Auswahl. Erst nach dem Mauerfall sei Malerei wieder in Mode gekommen.
"Johannes Grützke malt mit einem Strich, der unverwechselbar leidenschaftlich, heftig und treffsicher ist", zeigt der Galerist am Beispiel dieses Selbstporträt des Malers. "Seine Malerei fordert nicht nur den Mut des Künstlers, sondern auch den des Porträtierten", weiß Steinrötter - und findet große öffentliche Beachtung.
- Galerist Steinrötter im IHK-Magazin 4/2011 (
PDF - 169,21 KB)
"Not Rembrandt" hat der Künstler Valentin Popov sein Werk betitelt. Es ist das Lieblingsbild des Bocholter Galeristen Johannes Mosters. Foto: Busch
Bocholt
Galerie Mosters
Johannes Mosters war früher Textilunternehmer - und eröffnete dann eine kleine Galerie in Bocholt, in der er sich ganz seiner langjährigen Sammelleidenschaft widmen kann. Auf seinen früheren Geschäftsreisen lernte er in New York über eine Galeristin die amerikanische Pop-Art-Kunst näher kennen und lieben.
Besonders angetan hatte es ihm auf einer Ausstellung in Soho eine Collage des in Kiev geborenen Künstlers Valentin Popov - Ziffern, Buchstaben, übermalte Zeitungsausschnitte und kleine klassische Porträts auf schwerem Büttenpapier. "Immer, wenn ich es betrachte, sehe ich neue Aspekte und finde neue Geheimnisse in dem Werk", erläutert Mosters seine "Liebe auf den ersten Blick".
- Galerist Mosters im IHK-Magazin 5/2011 (
PDF - 223,64 KB)
Grazia Blumberg zeigt in ihrer Recklinghäuser Galerie Werke zeitgenössischer Kunst wie dieses Werk von Jerry Zeniuk. Sie mag es besonders, "weil es lehrt, auf Nuancen zu achten, um Farbe, Licht und Raum zu erleben". Foto: Busch
Recklinghausen
Galerie Grazia Blumberg
Seit Ende 2008 zeigt Grazia Blumberg in ihrer Galerie in Recklinghausen Werke von international bekannten, zeitgenössischen Künstlern. Schwerpunkt ist die moderne, nichtgegenständliche Kunst und aus diesem Bereich hat die Galeristin auch ein Lieblingsbild herausgesucht. Jerry Zeniuk, Professor für Malerei an der Kunstakademie München, zeigt große, leuchtende Farbareale. "Seine Bilder stehen, wie viele andere Werke aus der nichtgegenständlichen Malerei, ausschließlich für sich selbst", erläutert Blumberg die künstlerische Position. "Sie drücken Kraft und Klarheit aus und lehren uns, auf Nuancen zu achten."
Seine Arbeiten beeindrucken die Galeristin, weil sie auf den ersten Blick einfach erscheinen, jedoch durch ihren "in Wahrheit äußerst komplexen Bildaufbau eine Farbwirkung erreichen, die unbeschreibbar ist".
- Galeristin Grazia Blumberg im IHK-Magazin 6/2011 (
PDF - 118,45 KB)
"Der Kuchen ist alle?" fragt Künstler Sigmar Polke in einer druckgrafischen Serie auf strahlenden Folien. Galerist Mike Karstens stellt daraus zwei Blätter vor. Foto: Busch
Münster
galerie mike karstens
Mike Karstens' Galerie entstand aus der Zusammenarbeit mit international bekannten Künstlern in seiner Druckgrafischen Werkstatt am Hafen in Münster. Mit Sigmar Polke, für Karstens "einer der größten Künstler des Jahrhunderts", verbindet den Galeristen und Druckgrafiker eine lange und außergewöhnliche Zusammenarbeit. Er produzierte mit ihm fast sämtliche Editionen von 2000 bis 2010. "Sigmar Polke stand für eine unbändige Lust am Experiment", beschreibt Karstens die gemeinsame Produktion. "Hier verarbeiteten wir eigentlich nicht bedruckbare spezielle Folien aus dem Dekobereich."
Polke erzählt auf den glitzernden Blättern eine Shortstory von jemandem, der nachts Hunger hat, zum Kühlschrank geht, aber keinen Kuchen mehr findet.
- Galerist mike karsten im IHK-Magazin 7+8/2011 (
PDF - 190,26 KB)
Serien im Wirtschaftsspiegel
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