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15. November 2011
IHK-Transferworkshop zeigt Ergebnisse von „Fit für 2025“
Wettbewerbsfähig im demografischen Wandel
Münster. – Der demografische Wandel stellt Unternehmen vor große Herausforderungen: Es ist schwieriger junge Fachkräfte zu gewinnen, die Belegschaften altern, es gibt mehr Arbeitnehmer mit ausländischen Wurzeln. Im Projekt „Fit für 2025“ haben die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen und die Fachhochschule Münster passgenaue Strategien für das Miteinander von Generationen und Kulturen entwickelt. 30 Unternehmen nahmen am Projekt teil. Damit noch mehr Unternehmen davon profitieren, wurden die Ergebnisse in fünf Transferworkshops an andere Betriebe weitergegeben. Der letzte fand gestern (14. November) im Vereinsheim des Telekom Post Sportverein 1930 Münster e.V. mit Zülfiye Kaykin, Staatssekretärin für Integration im nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales statt.
„Innovative Unternehmenskultur entwickeln, generationsübergreifend und interkulturell führen, arbeiten und lernen im demografischen Wandel“ lautet der Untertitel des Projekts. „Fit für 2025“ wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.
Dass der letzte Transferworkshop im Boxzentrum des Telekom Post SV stattfand, hatte einen Grund: Die Integration junger Menschen mit ausländischen Wurzeln, ein zentrales Thema des Projekts, wird im Verein beispielhaft „gelebt“, erklärte Sandra Gründel, Projektleiterin bei der IHK Nord Westfalen. Beim Telekom Post SV bringt der ehemalige Box-Profi Dr. Farid Vatanparast, Unternehmer und Leiter des Boxprojekts „Farid´s QualiFighting“, vor allem Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte das Boxen bei. Aber nur, wenn sie vorher ihre Hausaufgaben gemacht oder an der Nachhilfe teilgenommen haben. „So werden die Schüler und Schülerinnen besser integriert, sind in der Schule erfolgreicher und erhöhen die Chancen auf eine Lehrstelle“, betonte Sandra Gründel.
Ein weiteres Schwerpunktthema des Projekts ist die Weitergabe des Erfahrungsschatzes von älteren Mitarbeitern an jüngere. „Nur ein systematischer Wissenstransfer sichert die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens“, erläuterte Prof. Dr. Henner Hentze vom Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Münster, der das Projekt wissenschaftlich leitet. „Patenschaften zwischen jüngeren und älteren Arbeitnehmern, Datenbanken und Kontinuität bei der Stellenbesetzung sind nützliche Instrumente für den Wissenstransfer“, fügte Sandra Gründel hinzu.
Die Unternehmensgruppe Pietsch aus Ahaus machte den Schritt aus der Theorie in die Praxis. Der familiengeführte Sanitärhandel besetzt Führungspositionen bevorzugt mit Nachwuchskräften aus den eigenen Reihen. Dadurch stehen die jungen Führungskräfte häufig auf der Karriereleiter über älteren Mitarbeitern. Innerhalb des Betriebs ergaben sich aus dem Altersunterschied Spannungen. Im Workshop „Jung führt Alt“ lernten die Führungskräfte, die Bedingungen für ein kollegiales Miteinander von Jung und Alt auf der Basis von Wertschätzung und Teamgeist zu fördern.
„Zukunft gestalten ist eine Daueraufgabe. Nur im Miteinander aller gesellschaftlichen Gruppen können die Weichen für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung gestellt werden", betonte Prof. Dr. Hentze abschließend.
Informationen: Sandra Gründel, Telefon 0251 707 – 353, E-Mail Gruendel@ihk-nordwestfalen.de.
Foto / Bildtext
Transferworkshop in der Boxhalle: Staatssekretärin Zülfiye Kaykin und Dr. Farid Vatanparast mit Nachwuchsboxern vom Telekom Post SV (rechts Prof. Dr. Henner Hentze, 3. von rechts IHK-Projektleiterin Sandra Gründel, links Trainer Engin Bereketoglu).
- Foto: "Fit fuer 2025" Transferworkshop im Telekom Post SV (
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