.PR-Tipps für Unternehmen
Steigern die Aufmerksamkeit: Gute Pressefotos werten eine Pressemitteilung deutlich auf.(Foto: IHK Nord Westfalen / Stein)
Das Pressefoto
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
Gute Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen häufig in der Zeitung stehen, steigert das zwar nicht sofort ihren Umsatz, aber Unternehmen und Produkte werden bekannter. Und: Man spricht über Sie. Auch Ihre Mitarbeiter finden sich und ihre Arbeit gerne in der Zeitung wieder. Das kann für das innerbetriebliche Klima nur förderlich sein. Pressemitteilungen sind ein wichtiges Instrument in der Pressearbeit von Unternehmen. So richtig gelungen ist eine Pressemitteilung aber erst, wenn auch ein attraktives Foto dabeiliegt. Sie kennen ja das alte Sprichwort: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte.
Warum Zeitungen gerne Bilder veröffentlichen
Bilder haben zwei Wirkungen auf den Zeitungsleser:
- Sie lenken das Interesse auf bestimmte Artikel.
- Sie lockern die Seite auf, verhindern Langeweile und damit Konzentrationsmängel und Ermüdungserscheinungen beim Leser.
Warum Sie Bilder verwenden sollten
Machen Sie sich die Überlegungen von Zeitungsredaktionen zunutze:
- Bilder machen den Leser auf Ihre Pressemitteilung aufmerksam.
- Artikel mit Fotos bleiben länger in Erinnerung.
- Gute, geschickt aufgenommene Bilder können Produkte, Personen oder einfach auch das Firmenemblem bekannter machen als es jeder noch so gut formulierte Text vermag. Aber Vorsicht: Redakteure haben ein feines Gespür für ”Schleichwerbung”!
- Außergewöhnliche, originelle oder witzige Bilder werden fast immer abgedruckt und können das Erscheinungsbild Ihres Unternehmens lockerer und populärer gestalten - also ein Aspekt von Imagepflege sein.
- Keine gestellten Fotos, denen man ansieht, dass sie gestellt sind. Lassen Sie die Menschen etwas tun, zeigen Sie sie bei der Arbeit. Gruppenfotos mit drei nebeneinander aufgestellten Leuten gibt es genug - ein Foto mit Ihrer kompletten Belegschaft ist da schon origineller.
- Fotografieren Sie Menschen von vorne, das Gesicht sollte erkennbar sein. Kein noch so schöner Rücken kann auf einem Pressefoto entzücken.
Wann Sie Pressefotos verwenden sollten
Anlässe für Pressefotos und Pressemitteilungen gibt es bestimmt genug:
- Ihr Unternehmen gibt eine größere Spende für soziale Zwecke oder engagiert sich auf andere Weise für soziale Einrichtungen
Foto-Tipp: Scheckübergabe, Besuch in der Einrichtung - Für Ihr Unternehmen hat die Hauptsaison begonnen
Foto-Tipp: Ihre Waren werden ausgeliefert - Neue Produktionsverfahren schonen die Umwelt, Sie investieren in eine neue Maschine.
Foto-Tipp: Sie nehmen die neue Anlage in Betrieb - Ihr Unternehmen feiert Firmenjubiläum
Foto-Tipp: Ihre Mitarbeiter stellen sich in Form der Jubiläumszahl dem Fotografen - Einer Ihrer Mitarbeiter hat ein Dienstjubiläum
Foto-Tipp: Der Mitarbeiter posiert neben einem Dienstjahren - Einer Ihrer Mitarbeiter hat eine Prüfung besonders gut bestanden
Foto-Tipp: Mitarbeiter bei der Arbeit; Gratulationsfeier im Unternehmen - Ihr Unternehmen hat Gäste, Kunden aus dem Ausland, Prominente, Schüler- oder andere Besuchergruppen besichtigt
Foto-Tipp: Gruppe bei Werksbesichtigung - Ihr Unternehmen beteiligt sich an einer Messe
Foto-Tipp: Unternehmensleitung begrüßt wichtige Messegäste am Stand - es muss ja nicht gleich der Wirtschaftsminister sein. - Sie legen den Geschäftsbericht vor
Foto-Tipp: Porträtfoto vom Chef - der Name des Fotografierten muß dann aber auch im Text auftauchen - Sie veranstalten eine Pressekonferenz; als Beilage in Pressemappen können Fotos das Interesse der Journalisten wecken. (s.a. ”Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit” - Die Pressekonferenz)
Das Porträtfoto
Das Porträtfoto sollte eigentlich das am einfachsten zu fotografierende Pressefoto sein - so könnte man meinen. Aber selbst die Porträtfotos von Chefs mancher Großunternehmen mit eigener Pressestelle lösen in den Redaktionen oft ungläubiges Kopfschütteln aus, weil die Bilder so aussehen, als wären sie auf die Schnelle im Fotoautomat am Bahnhof gemacht worden. Beachten Sie daher einige Tipps:
- Passfotos sind keine Porträtfotos für die Presse. Sie wollen den Leser für sich gewinnen und keinen Grenzbeamten, der nur wissen will, ob Sie auch der sind, für den Sie sich ausgeben.
- Vermeiden Sie bei der Aufnahme die gezwungenlockere Fotostudioatmosphäre. Am besten sind die Porträtfotos, die während eines Gesprächs gemacht werden und nicht gestellt sind.
- Das Porträtfoto soll Sie zeigen, wie Sie jetzt aussehen; also bitte kein 20 Jahre altes Jugendfoto.
Anforderungen an ein gutes Pressefoto
Wenn Sie keinen Profifotografen finden: Vielleicht können Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter fotografieren. Heute werden Proessefotos nahezu ausschließlich als digitale Dateien per E-Mail oder auf einem Speichermediem (CD-Rom, ..) geliefert. Die Digitalfotografie hat jedoch ihre Tücken. Bilder können nämlich nur dann gedruckt werden, wenn sie eine ausreichende Auflösung haben. Grundsätzlich gilt: Die Auflösung einen ausrecihend großen Bildes (mindestens 15 cm Breite) sollte 300 dpi (Bildpunkte per Inch) betragen. Tipp: Stellen Sie an der Digitalkamera immer die höchste Aufnahmequalität ein. Rechnen Sie nur dann ein Foto mit einem Bildbearbeitungsprogramm klein, wenn Sie sich gut auskennen.
Wer soll die Fotos machen
Am einfachsten ist es natürlich, wenn Sie zu einem bestimmten Anlass einen Pressetermin organisieren, Journalisten und Fotografen aus den Redaktionen einladen - und diese dann auch kommen. Sprechen Sie deshalb vorher mit den Redaktionen ab, ob ein Fotograf mitkommt oder nicht. Die Redaktionen sind dankbar für gute Ideen. Und ein guter Kontakt zur Presse hat noch niemandem geschadet. Wenn die Redaktionen keine Fotografen beauftragen und Sie selbst auch nicht fotografieren, hilft nur eins: Engagieren Sie einen Fotografen, am besten einen Pressefotografen. Gute Fotografen fallen nicht vom Himmel, sondern stehen in der Zeitung. Die Zeitungen geben immer an, wer das abgedruckte Foto gemacht hat. Die Adresse gibt es dann bei der Redaktion oder beim Centralverband Deutscher Berufsphotographen, Georg-Schulhoff-Platz 1, 40221 Düsseldorf, Tel.: (0211) 39 10 26-27
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