.MentorenNetz Nord-Westfalen
Mentoren im Porträt
Gestandene Praktiker
Die IHK-Mentoren verfügen alle über einen profunden Erfahrungsschatz, den sie in vielen Berufsjahren in Führungsprositionen erworben haben. Hier drei Mentoren im Porträt.

Josef Lambrecht
Josef Lambrecht ist Bankkaufmann mit betriebswirtschaftlichem Studium. Fast sein gesamtes Berufsleben im Bankenbereich hat er in leitenden Positionen im Firmenkreditgeschäft verbracht.
Er las in der Zeitung vom MentorenNetz der IHK und aus dem Wunsch heraus, seine Lebens- und Berufserfahrung an junge Menschen weiterzugeben, beschloss er, mitzumachen.
Mit seinen umfassenden Kenntnissen des gewerblichen Kreditgeschäftes, von der Investitionsfinanzierung bis zum privaten Wohnungsbau, ist er ein äußerst wertvoller Berater in Sachen Finanzierung und Verhandlungen mit Banken. Seiner Einschätzung nach führt allein die Anwesenheit eines ehrenamtlichen Mentors beim Bankengespräch oft schon zu einem Vertrauensbonus.
Besonders stolz ist er auf die von ihm betreute Gründung einer Spezial-Kinderschuhhandlung, über die sogar das WDR Fernsehen berichtete; besonderes Kopfzerbrechen hingegen bereitete ihm die familieninterne Unternehmensnachfolge bei einem Spezialunternehmen aus dem Münsterland.

Karl-Heinz Müller
Karl-Heinz Müller studierte in Münster Chemie mit dem Schwerpunkt instrumentelle Analytik. Nach Abschluss des Studiums absolvierte er eine Fachausbildung zum klinischen Chemiker und arbeitete zunächst in der Laboratoriumsmedizin in verschiedenen medizinischen Einrichtungen und war schließlich viele Jahre Leiter des Zentrallabors einer großen Klinik im nördlichen Ruhrgebiet.
Nach der Wende 1990 war er als Geschäftsführer maßgeblich am Aufbau eines Institutes für Laboratoriumsmedizin in Leipzig beteiligt. Seit 1994 bis zu seinem Ausscheiden aus der aktiven Arbeitswelt im Jahr 2005 war er in leitenden Funktionen in den Bereichen Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft tätig.
Er fühlte sich mit Herannahen des Ruhestandes noch zu agil und voller Tatendrang, um einfach "die Füße hochzulegen". So kam ihm der Gedanke, sein umfangreiches Wissen und seine Erfahrung jungen Menschen beim Start in die Selbständigkeit und auf dem Weg zu einem erfolgreichen Unternehmer zur Verfügung zu stellen.
Das MentorenNetz der IHK Nord Westfalen erschien ihm für diesen Zweck am geeignetsten.
Durch seine Leitungsfunktionen an Laboratorien, Instituten und im Bereich der Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft hat Karl-Heinz Müller große Erfahrung in den Bereichen Unternehmensführung, Marketing, Vertrieb und Unternehmensfinanzierung sammeln können.
Sein bisher kniffligster Fall ist ein Internetportal für Altenhilfe, für dessen erfolgreiche Positionierung am Markt zunächst viel Kapital in Marketing und Vertrieb investiert werden musste. Nachdem Risikokapitalgeber und auch Business Angels sich zunächst zurückhaltend gezeigt hatten, war die ganze Erfahrung von Herrn Müller in Sachen Finanzierung gefragt, um die nötigen Mittel zu beschaffen.
Besonders interessant ist es für Ihn immer wieder, Mentees mit innovativen Gründungsideen oder Hochschulausgründungen zu betreuen.

Dr. August-Wilhelm Preuss
Dr. August-Wilhelm Preuss kam nach einem Studium der physikalischen Chemie und einer Promotion sowie einigen Forschungsjahren am Max-Planck-Institut in die Mineralölindustrie, wo er zunächst in Forschung und Entwicklung tätig war, später aber auch internationale Projekte leitete und verstärkt im Bereich der Petrochemie und neuartiger Kraftstoffkomponenten sowie Additive arbeitete. Erfahrungen mit Öffentlichkeitsarbeit sammelte er spätestens als Pressesprecher eines Mineralölkonzerns, wo er später auch für die Erschließung neuer weltweiter Geschäftsaktivitäten zuständig war und schließlich für die gesamte Unternehmensstrategie. Weitere Stationen waren die EON AG, wo Dr. Preuss Generalbevollmächtigter für die Konzernstrategie und Unternehmensentwicklung war, sowie als Vorstand der Gelsenwasser AG, bei der er für den Aufbau neuer Geschäftsfelder verantwortlich zeichnete. Mit diesem reichhaltigen Erfahrungsschatz, der ihm vor allem Expertise im Bereich der Unternehmensführung, der Bewertung von Geschäftsideen und der mentalen Unterstützung von Jungunternehmern, insbesondere im Hinblick auf die Schwierigkeiten innovative Technologien am Markt zu platzieren, eingebracht hat, möchte er junge Unternehmer fördern, um so die Region Nordwestfalen zu stärken.
Aus seinen bisherigen Coachings hat er den Eindruck, dass die Unternehmer meist spontan und mutig sind, manche auch gut vorbereitet und eigentlich bei allen die Mentoren sehr hilfreich sein konnten.
Ein besonders komplizierter Fall war für ihn etwa ein mittelständisches chemisches Unternehmen, das kurz vor der Insolvenz stand und von einem Team von Mentoren vor diesem Schicksal bewahrt werden konnte, erfreulich für ihn hingegen beispielsweise ein international tätiger Uhrenvertrieb, bei dem mit Hilfe der Mentoren eine neue erfolgreiche Geschäftsstrategie entwickelt wurde.
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