IHK Nord Westfalen

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Donnerstag, 11.03.2010

Seiten-Nummer: P00334

.Die Geschichte der IHK Nord Westfalen

Das Präsidium von 1954: In jenem Jahr feierte die IHK zu Münster das 100-jährige Bestehen. (Foto: IHK)

IHK-Geschichte im Zeitraffer

Seit über 150 Jahren bewährt

2004 blickte die Selbstverwaltung der regionalen Wirtschaft im nördlichen Westfalen auf eine 150-jährige Geschichte zurück, die den Weg vom Kaufmannschaftsverein über die Handelskammer Münster zur Industrie- und Handelskammer zu Münster und schließlich zur Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen beschreibt.

1854
Gründung der Handelskammer in Münster und Konstituierung der ersten Vollversammlung. Der Bezirk der Handelskammer umfasst die Stadt Münster und die Landkreise Münster, Beckum, Warendorf, Tecklenburg und Steinfurt.

1861
Mitgliedschaft im neu gegründeten Deutschen Industrie- und Handelstag.

1870 -1871
Das preußische Handelskammergesetz führt zur Neuordnung des Kammerrechts und der Kammergrenzen. Den Handelskammern wird die Vertretung der Gesamtinteressen der regionalen Wirtschaft übertragen mit gleichzeitiger Unterrichtungspflicht gegenüber dem Staat. Es erfolgt eine Neuordnung und Vergrößerung der Kammergrenzen durch die Einbeziehung des gesamten Regierungsbezirks Münster in den Kammerbezirk (Ausnahme: Kreis Tecklenburg).

1903
Einweihung des ersten Handelskammergebäudes an der Engelstraße 10 (heute Von-Vincke-Straße 14) in Münster.

1923 - 1925
Die Besetzung des Ruhrgebietes durch Frankreich trennt die Wirtschaft des Emscher-Lippe-Gebietes vorübergehend vom restlichen Kammerbezirk ab. In Recklinghausen wird daher eine Zweigstelle der Handelskammer Münster eingerichtet. 1924 wird in Preußen die offizielle Bezeichnung „Industrie- und Handelskammer“ eingeführt.

1933- 1934
Im Rahmen der so genannten „Gleichschaltung“, die auch bei allen öffentlich-rechtlichen Körperschaften eine Besetzung der jeweiligen Spitzenposition mit Nationalsozialisten vorsieht, wird der Gauwirtschaftsberater der NSDAP neuer Präsident der IHK. Durch die anschließende Einführung des „Führerprinzips“ übernimmt der Reichswirtschaftsminister die künftige Ernennung des Präsidiums. Die gewählte Vollversammlung wird durch einen vom Präsidenten berufenen Beirat ersetzt. Dies bedeutet das Ende der demokratisch verfassten IHK und des Selbstverwaltungsprinzips.

1942- 1945
Die Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern werden in den „Gauwirtschaftskammern“ zusammengefasst. Damit endet die Selbstständigkeit der IHKs. Die neue Gauwirtschafskammer Westfalen-Nord entspricht den Grenzen des Regierungsbezirks Münsters. Bei den Luftangriffen 1944 wird das Gebäude der IHK zerstört.

1945-1946
Unternehmer der Region bemühen sich um den Wiederaufbau ihrer wirtschaftlichen Selbstverwaltung, der IHK Münster. Die IHK übernimmt wieder ihre eigentlichen Kernaufgaben, die Betreuung der Firmen und die Brückenbildung zwischen Wirtschaft und Verwaltung.

1947
Die britische Militärregierung gestattet die Wiederanwendung des alten IHK-Gesetzes in der vor 1933 gültigen Fassung. Die Konstituierung der ersten wieder freigewählten Vollversammlung der IHK Münster erfolgt.

1950
Die „Vestische Gruppe der IHK zu Münster“ wird aus der „Vestischen Arbeitsgemeinschaft“ errichtet.

1954
Einweihung des neuen IHK-Gebäudes anlässlich des 100-jährigen Bestehens der IHK Münster (von-Vincke-Straße).

1956-1957
Die IHKs erhalten durch Bundes- und Landesgesetz wieder den einheitlichen Status einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft.

1962 
Fertigstellung des IHK-Gebäudes in Bocholt.

1975
Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes der IHK in Münster (Sentmaringer Weg).

2002 
Umbenennung der Industrie- und Handelskammer zu Münster in Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Die IHK dokumentiert ihren Zuständigkeitsbereich in ihrem neuen Namen und positioniert so die Wirtschaftsregion im „Europa der Regionen“.

2004 
Die IHK Nord Westfalen ist 150 Jahre alt.

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