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Montag, 21.05.2012

Seiten-Nummer: P02473

.Industrie

McKinsey-Studie

Deutsche Industrieproduktion kann Weltspitze werden

"Made in Germany" gilt weltweit immer noch als unverwechselbares Gütesiegel. Als Exportweltmeister beeindruckt Deutschland mit Spitzentechnologie und Innovation in Branchen wie der Lasertechnik, der industriellen Messtechnik und dem Automobilbau. Dennoch: Seit 1992 hat das verarbeitende Gewerbe in Deutschland mehr als drei Millionen Arbeitsplätze abgebaut. Durch hohe Lohnstückkosten und Fachkräftemangel sehen sich immer mehr Unternehmen gezwungen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. In Deutschland entwickelte Patente werden in anderen Ländern zur Marktreife gebracht und kommerzialisiert. Wie wird der Produktionsstandort Deutschland 2020 aussehen? Lassen sich Wertschöpfung und Beschäftigung dauerhaft im Lande halten? Diesen Fragen ging McKinsey gemeinsam mit dem Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der Technischen Universität Darmstadt nach.

Mehr als 200 Unternehmen hat McKinsey befragt, 50 Tiefeninterviews mit Produktionsexperten geführt. Es ergab sich ein detailliertes Bild der Produktion in Deutschland und ihrer Erfolgsfaktoren. Die Studie segmentiert die Produktion nach drei Dimensionen: Technologieintensität, Arbeitsintensität und Marktradius. Unabhängig von der Branchenzugehörigkeit werden acht Grundtypen von Produktionsunternehmen definiert. Aus den gesammelten Daten entwickelte das Team zwei mögliche Szenarien, wie sich das verarbeitende Gewerbe bis 2020 entwickeln kann. Das Basisszenario, das die Entwicklung der vergangenen Jahre fortschreibt, geht von einem jährlichen Wachstum der Bruttowertschöpfung um nur 0,7 Prozent aus. In diesem Fall gingen bis 2020 eine Million Jobs verloren, unter anderem durch Produktivitätssteigerungen, Komplexitätssteigerungen und Verteuerung der Arbeit.

Stellen die Unternehmen allerdings die richtigen Weichen, kann die Bruttowertschöpfung bis 2020 um jährlich 2,5 Prozent zulegen. Dann entstünden sogar zwei Millionen neue Arbeitsplätze. Voraussetzung für die Realisierung dieses Chancenszenarios: Signifikante Produktivitätssteigerung bei moderatem Anstieg der Arbeitskosten sowie Innovation und Technologieführerschaft in wachstumsstarken Segmenten. Damit dieser Erfolg möglich wird, müssen Politik und Industrie gleichermaßen beherzt die Probleme angehen. Als Hilfestellung für die Unternehmen liefert die Studie einen Produktionskompass, der erkennen lässt, wie ausgewogen die bisherige Produktionsstrategie ist und wo Verbesserungspotenziale liegen.

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich unter: made_in_germany@mckinsey.com. 

Nähere Infos: Andrés Sieverding, Communication Specialist, McKinsey & Company, Inc., Sophienstraße 26, 80333 München, Tel.: 089 / 55948755.

 

 

 

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