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Montag, 21.05.2012

Seiten-Nummer: P03019

.Industriethemen

Industriereport 2010/11 des DIHK

Industriereport 2010/11 des DIHK

DIHK veröffentlicht aktuellen Report

Industrie treibt auch 2011 das Wachstum

Die Industrie hat laut Industriereport des DIHK 2010/2011 wieder ordentlich Fuß gefasst und lässt die Krise hinter sich. Auch im neuen Jahr bleibt sie der Motor des deutschen Aufschwungs, wenngleich die Industrieproduktion nicht mehr so hochtourig zunimmt. Der DIHK rechnet für 2011 mit einem Anstieg der Industrieproduktion von fünf Prozent, einem immerhin doppelt so hohen Zuwachs wie in der Gesamtwirtschaft.  

    Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

    • Die Industrie lässt die Krise hinter sich. Erstmals seit zwei Jahren bewerten die Unternehmen ihre Geschäftslage wieder besser als die Gesamtwirtschaft. Der Lagesaldo von 27 Punkten ist doppelt so hoch wie der langjährige Durchschnitt von zwölf Punkten. Die Industrie profitiert zunehmend von der Investitionserholung und weiterhin vom Exportgeschäft. Die Nachfrage nach Konsumgütern erfährt insbesondere wegen der günstigen Arbeitsmarktentwicklung Impulse vom Binnengeschäft.
    • Das Verarbeitende Gewerbe bleibt zuversichtlicher als die anderen Wirtschaftszweige. Der Optimismus der Industrie steigt im Vergleich zu den Vorumfragen jedoch nicht mehr weiter. Der Erwartungssaldo (30 Punkte) verschlechtert sich um einen Punkt, liegt aber weiterhin deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt (zehn Punkte).
    • Die Exporterwartungen fallen so zuversichtlich aus wie seit drei Jahren nicht mehr. Der Saldo aus „höher"- und „geringer"-Antworten (37 Prozentpunkte) übertrifft das hohe Niveau aus der Vorumfrage um drei Punkte. Die Verbesserung fällt freilich nicht mehr so deutlich aus wie zuvor. Diese Verlangsamung deutet darauf hin, dass sich der rasante Aufholeffekt im Exportgeschäft dem Ende zuneigt und in ein für Aufschwungphasen normales Wachstum übergeht. Die sich verringernde Wachstumsdynamik in manchen Schwellenländern und die weltweit auslaufenden Konjunkturpakete machen sich im Außenhandelsgeschäft allmählich bemerkbar.
    • Die Investitionspläne der Industrie ziehen massiv an. Die Investitionsneigung in der Industrie hellt sich unter den Wirtschaftszweigen am stärksten auf – allerdings hatten die Industrieunternehmen ihre Pläne in der Krise auch am stärksten zusammenstreichen müssen. Die weltweit hohe Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten „Made in Germany" setzt sich fort – wenngleich gedämpft – und neben den besonders exportstarken Industriezweigen planen auch die Binnenbranchen mittlerweile wieder mehr Investitionen. Die Chancen stehen gut, dass die jahrelange Investitionsschwäche in Deutschland abgebaut wird.
    • Die Zeichen stehen erstmals seit der Krise auf Personalaufbau. Gut 20 Prozent der Industrieunternehmen wollen Beschäftigung ausbauen. Zwei Drittel planen ihren derzeitigen Personalbestand zu halten. Nur noch elf Prozent müssen Einschränkungen vornehmen. Aktuell liegt der Antwortensaldo der Beschäftigungsabsichten bei plus neun Prozentpunkten – erneut ein enormer Satz nach vorne.

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