.Vernetzung von Industrie und Dienstleistungen

Industrie braucht Dienstleistung - und umgekehrt
Einseitige Standortpolitik schwächt Standorte
Auf dem Weg zu mehr Wachstum und Beschäftigung braucht Deutschland starke, innovative Industrieunternehmen ebenso sehr wie aufstrebende Dienstleister. Leider zeigt sich in den Regionen immer wieder, dass die Wirtschaftspolitik nicht auf eine gelungene Vernetzung beider Sektoren setzt, sondern einseitige Standortpolitik zu Gunsten der Dienstleister oder zu Gunsten der Industrie betreibt.
Ebenso wenig zielführend ist die öffentlich geführte Diskussion, wonach auf dem Weg von der Industrie- in die Dienstleistungsgesellschaft die Industrie an Bedeutung verliert und der Dienstleistungssektor vor allem für Beschäftigung und Wertschöpfung an Gewicht gewinnt. Dabei wird vollkommen übersehen, dass Industrie und insbesondere unternehmensnahe Dienstleistungen miteinander vernetzt sind und nur gemeinsam die Produkte und Dienstleistungen herstellen können, die eine hoch entwickelte, exportorientierte Volkswirtschaft benötigt. Beide Sektoren sind stark aufeinander angewiesen, viele Dienstleistungsunternehmen beliefern Industrieunternehmen und umgekehrt. Das Problematische daran ist, dass diese zukunftssichernde Symbiose in Politik und Gesellschaft kaum wahrgenommen wird.
Deshalb hatten sich Jahres die IHKs und der DIHK vorgenommen, die Vernetzung von Industrie und Dienstleistungen empirisch durch eine Befragung zu belegen und wirtschaftspolitische Forderungen daraus abzuleiten.
Zu den wichtigsten Ergebnissen der Untersuchung:
- Deutschland bleibt ein Industrie- und Dienstleistungsstandort
- Nur gemeinsam können Industrie- und Dienstleistungssektor die innovativen Güter und Dienstleistungen produzieren, die in einer modernen Volkswirtschaft gebraucht werden.
- Industrie und Dienstleistungen bilden zusammen die leistungsfähige Wirtschaft.
- Industrieunternehmen lassen sich dort nieder, wo sie ein adäquates Dienstleistungsangebot vorfinden. Umgekehrt siedeln sich Dienstleistungsunternehmen vor allem dort an, wo sie ein entsprechendes Auftragsvolumen aus der Industrie antreffen.
- Der Standort Deutschland braucht Industrie und Dienstleistungen.
- Eine Gesellschaft in Deutschland, die ausschließlich auf hohem Wohlstandsniveau von Dienstleistungen lebt, wird es nicht geben.
- Die Politik muss die Verflechtung von Industrie und Dienstleistungen wahrnehmen.
- Die beste Wirtschaftspolitik für eine Vernetzung von Industrie und Dienstleistungen ist eine Politik, die allen Unternehmen gleichermaßen dient. Einseitige Bevorzugung eines Sektors ist abzulehnen.
- Dringlichste Maßnahmen zur Verbesserung des Standorts:
Die Unternehmen fordern von der Bundesregierung in erster Linie Steuersenkungen, die Flexibilisierung des Arbeitsrechts und den Umbau der sozialen Sicherungssysteme. Auf regionaler Ebene sind besonders Maßnahmen zur Beseitigung des Fachkräftemangels dringlich. Ebenso dringlich sind die Verringerung der Standortkosten und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur.
- DIHK-Studie zur Vernetzung von Industrie und Dienstleistungen (
PDF - 799,83 KB) - Kölner Erklärung zur Vernetzung von Industrie und Dienstleistungen (
PDF - 15,5 KB) - Power-Point-Vortrag zur Vorstellung der Studie zur Vernetzung von Industrie- und Dienstleistungen (
PDF - 199,01 KB)
- DIHK-Studie zur Vernetzung von Industrie und Dienstleistungen (
PDF - 799,83 KB) - Kölner Erklärung zur Vernetzung von Industrie und Dienstleistungen (
PDF - 15,50 KB) - Power-Point-Vortrag zur Vorstellung der Studie zur Vernetzung von Industrie- und Dienstleistungen (
PDF - 199,01 KB) - RKW-Magazin 08/2007: Arbeitsteilung mit Zukunft (
PDF - 214,07 KB)
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